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29/06/2014 10:15 CEST | Aktualisiert 29/08/2014 07:12 CEST

6 Lektionen, die man nur auf Reisen und nie an der Uni lernt

Was macht man nach dem Abi? Viele wollen gehen schnell an die Uni und einige möchten sich erst die Welt ansehen. Fest steht, dass Reisen eine wunderbare Möglichkeit bieten, das Leben von einer anderen Seite kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Reisen kontra Uni: die ewige Debatte tobt - ohne klaren Sieger. Angesichts der immer höheren Studiengebühren und einem wenig zufriedenstellenden Arbeitsmarkt, tauschen viele potenzielle Studenten ihre Medizinkittel und Bücher gegen Rucksäcke und Reiseführer. Ist es wirklich so gut, deine berufliche Zukunft ein Jahr wegen einer Reise auszusetzen?

Obwohl beide Seiten ihre Vorteile haben, gibt es einfach einige Dinge, die man nie lernen wird, solange man in einer stickigen Halle Notizen hinkritzelt. Kämpfst du auch mit der Entscheidung zwischen Uni und Reisen? Dann guck dir mal folgende sechs Lektionen an, die du nur auf Reisen lernen kannst:

1. Du bist zu mehr fähig, als du es dir je vorstellen konntest

Niemand kann das leugnen: Reisen verändern Menschen. Und ich spreche nicht über nervige Klischees wie die „Rucksacktour durch Europa mein Leben änderte" - sondern über das Phänomen, wie Reisen eine fühlbare und dauerhafte Auswirkung auf dein Leben haben.

Reisen kann Introvertierte zu Extrovertierten machen, Bescheidenen mehr Selbstvertrauen bringen und Adrenalin aus dem Nichts erzeugen. Es fordert Deine physischen und geistigen Grenzen heraus und zwingt dich dazu, dich an unangenehme und unbekannte Situationen anzupassen.

Willst du wirklich sehen, zu was du fähig bist? Dann reise.

2. Menschen sind von Grund auf gut

Ob du nun in New York, Dubai oder Karachi lebst, Menschen werden stets von den gleichen Sehnsüchten angetrieben. Wir sorgen uns um Freunde und Familie. Wir möchten unsere Lieben beschützen. Wir streben danach, unser Leben jeden Tag ein wenig lebenswerter zu machen. Und das Wichtigste ist, dass wir alle aufeinander achtgeben.

Ohne diese Erfahrungen in der Welt da draußen zu machen, verlieren wir das alles oft aus den Augen. Stattdessen verlassen wir uns auf billige Klischeevorstellungen, die unser Denken beherrschen. Reisen erinnern uns daran, dass wir alle durch Ähnlichkeiten gebunden sind anstatt durch Differenzen getrennt.

Das Gute ist mächtiger - und verbreiteter - als das Böse. Geh raus und sieh es selbst.

3. Du bist ein kleines Zeichen auf einem riesigen Radar

Unser ganzes Leben wird uns erzählt, dass wir etwas Besonderes sind. Von Kindheit an, in unseren Schuljahren bis hin zur Uni erinnern uns unsere Eltern, Lehrer, Freunde und Arbeitskollegen daran, wie wichtig wir sind.

Es kann erst schmerzhaft sein, aber das Reisen macht das null und nichtig. Reisen macht dich demütig, denn es macht dir bewusst, wie klein du eigentlich in dieser großen weiten Welt bist.

Du bist ein kleiner Punkt in einem unendlichen Universum. Akzeptiere es: Du wirst sehen, so schlimm ist es gar nicht.

4. Stereotypen sind lächerlich

Hollywood kann wirklich irreführend sein. Wenn wir alles glauben würden, was wir in den Filmen sehen, wären alle Russen Gauner, amerikanische Studenten Alkoholiker und die Australier würden nur Krokodile jagen und surfen.

Glücklicherweise wirst du diese Meinung auf Reisen ändern. Du wirst entdecken, dass nicht alle Deutschen ernst sind, Kanadier nicht überkorrekt und nicht alle schwedischen Frauen Supermodels.

Naja, gut. Letzteres ist vielleicht doch wahr.

5. Die Welt ist kein gefährlicher Ort

Egal, wann du dir die Nachrichten anschaust: Berichte über Bürgerkriege, bewaffnete Kämpfe oder Terroristenanschläge gibt es immer. Kein Wunder, dass Reisepläne in die Türkei, Israel oder Indonesien deine Freunde und Familie in Panik versetzen (ich spreche aus Erfahrung).

Negative Nachrichten verkaufen sich nun mal gut und solange du nicht aus deinem Hinterhof herauskommst, wirst du glauben, dass im Ausland nur Chaos herrscht. Niemals hören wir von angenehmen, herzerwärmenden Nachrichten aus alles Welt. Aber die gibt es! Wir müssen sie nur finden.

6. Eine einzige Person kann den Unterschied machen

Große Gesten bekommen stets die ganze Aufmerksamkeit. Während Philanthropen Millionen von Dollar für wohltätige Zwecke spenden, ist es schwierig zu sehen, wie ganz normale Menschen wie wir positive Veränderungen herbeiführen können.

Reisen zeigt dir die Kehrseite der Medaille: wie kleine Gesten wahrhaftig sinnvoll sein können. Du wirst merken, dass du nicht ein ganzes Dorf retten oder die Probleme der ganzen Welt lösen musst, um Leben positiv beeinflussen zu können. Sei du die Veränderung für einen Menschen. Selbst etwas ganz Kleines kann zu etwas Gewaltigem werden.