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15/09/2015 15:32 CEST | Aktualisiert 15/09/2016 07:12 CEST

Marketingausgaben in Echtzeit: Unternehmen werden zu Medien

Thinkstock

Unternehmen, die erfolgreich mit ihren Stakeholdern kommunizieren, begreifen Unternehmenskommunikation längst als konstruktiven Austausch. Ein simples Verbreiten von Werbung ohne Kommunikationsangebot ist ein lange überholtes Konzept.

Neben der klassischen TV- und Print-Werbung (Paid Media) haben sich diverse neue Werbeformate und Werbekanäle etabliert, die den Austausch von Unternehmen mit ihren Zielgruppen ermöglichen und fördern.

Dies wirkt sich auch auf die Marketingausgaben der Unternehmen aus. Unsere Echtzeitgrafik zeigt, wie deutsche Unternehmen ihre Marketingbudgets heute aufteilen:

2015-09-10-1441894259-5929162-Marketingausgaben2014Echtzeit.jpg Unternehmen werden zu Medien - www.schickler.de/corporate-media-in-echtzeit

Die Grafik visualisiert, dass Unternehmen nach wie vor am meisten Budget in die klassischen Marketingkanäle investieren. Vor allem TV-, Print- und Radiowerbung wird nach wie vor viel und gerne genutzt. Daneben gewinnen digitale Kanäle an Bedeutung.

Dabei setzen die Marketingverantwortlichen nicht nur auf Paid Advertising wie z.B. Suchmaschinen-, Display- oder ePaper-Werbung, sondern zunehmend auch auf die Pflege eigener Kanäle (Owned Media). Auch konsumenten-generierte Marketingeffekte (Earned Media) werden immer wichtiger.

Mit der Digitalisierung sind nicht nur neue Kanäle entstanden. Es hat auch einen Paradigmenwechsel im Verständnis von Konsumentenkommunikation und dem Verhältnis von Anbietern zu ihren Kunden gegeben.

Dieser Änderungen spiegeln sich in der sich verschiebenden Rangordnung von Paid, Owned und Earned Media wieder: Die Marketingausgaben für digitale Owned und Earned Media-Kanälen betrug im Jahr 2014 rund 10,4 Mrd. €, während in digitale Paid Media-Kanäle lediglich 6,9 Mrd. € flossen.

Das verdeutlicht: In der digitalisierten Welt setzen Unternehmen nicht mehr zuerst auf Werbung. Sie streben vielmehr positive Netzwerkeffekte an, die durch attraktive Inhalte und den direkten Austausch mit Konsumenten erreicht werden können.

Dieser Blogpost ist zuerst auf www.schickler.next erschienen. Einen Artikel zu unserer Echtzeitgrafik finden Sie hier .

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