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22/02/2016 13:51 CET | Aktualisiert 22/02/2017 06:12 CET

Wie funktioniert Politik? Arbeitsplätze oder an Kinder denken!

Steve Cicero via Getty Images

Argumente, die immer ziehen!

Wer sich das politische Bild in der Demokratie genauer ansieht, findet sich als Schaf in der Herde wieder: Mit Schlagzeilen und überbewerteten Themen werden Meinungen über die emotionale Schiene gebildet. Der Wähler möchte nach der Arbeit oder anderen Aktivitäten nicht auch noch stupide Fakten und Bilanzen prüfen, das interessiert ihn nicht.

Wenn einer besoffen geblitzt wurde, seinen nahen Verwandten beschäftigt, auf Staatskosten in den Urlaub fliegt und einfach einer persönlichen aber privaten Verfehlung unterliegt, dann ist das jedoch interessant genug, weil die Medien belanglosen Mist interessant und leicht „aufnehmbar" verpacken. Man könnte bei den Politikern jetzt nicht „Sex sells" sagen, dafür sind diese nicht hübsch genug. Aber es kommt doch irgendwo auf das selbe raus.

Beispiele:

Bei TTIP; Kohle, Bankenrettungen oder Fracking denkt kein Spitzenpolitiker an Kinder, sondern an Arbeitsplätze.

Bei Cannabis, Abtreibung oder anderem denkt man an die Kinder und nicht an Arbeitsplätze.

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Es scheint fast egal, für welchen politischen Wahnwitz man die Wähler begeistern möchte, man bringt entweder Arbeitsplätze oder denkt an Kinder, dann schalten alle das Hirn aus und sind dafür.

Arbeitsplätze und Jugendschutz sind wichtig. Aber wenn es um Fracking geht, warum wird dann nicht an die Kinder gedacht, die immerhin in einigen Jahrzehnten mit den Mondlandschaften und dem Krebs dastehen und nicht mehr 100 Jahre alt werden? Das ist doch erst irgendwann einmal dort, wo man dann gerade nicht wohnt!

Warum denkt man beim Cannabis nicht an die Arbeitsplätze, die mit einer Relegalisierung möglich wären? Weil dann auf der Gegenseite die Arbeitsplätze weg fielen. Man gewinnt an Freiheit, Lebensqualität und könnte mit einem reguliertem Cannabismarkt die Jugend besser schützen. Das ist jedoch egal oder das versteht auch keiner von denen, der ständig an Arbeitsplätze oder Kinder denkt. Es scheint nur noch eine Zeitfrage, bis diese Kreise an Arbeitsplätze für Kinder denken werden!

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Humane Arbeitsplätze für unsere Kinder

Geht es um Rohstoffe, dann ist es gewiss angenehmer und gesünder, Hanf anzubauen und diesen zu verarbeiten als für ein paar Jahre Gas aus dem Boden zu pressen und auf diesem danach nicht mehr leben zu können. Neben Arbeitsplätze und den Kindern gibt es also noch weitere ganz wichtige Argumente, die in der Politik nicht emotional sondern mit Verstand betrachtet werden sollten:

- Umweltschutz

- Persönliche Freiheit im Privatleben

- Gerechte Verteilung von Arbeit

- Gerechte Verteilung der Früchte unserer Arbeit

- Gesundes Arbeiten

Wie kann ich denn die Umwelt schützen, die persönliche Freiheit wahren und auch die anderen drei Punkte erreichen? Ganz bestimmt nicht mit Fracking, gegen das einfach jeder Anwohner sein wird. Aber mit Hanf geht das. Und wenn der Hanf legalisiert als Nahrung, Rohstoff, Medizin und Genussmittel genutzt wird, dann kann es dennoch einen besseren Jugendschutz als den durch Verbote entstehenden Schwarzmarkt geben.

Wie beim Tabak kommt es auf die richtige Umsetzung an, damit nicht wie einst ein achtjähriger Kippen im 200 Meter- Automatentakt ziehen kann. Und über diese Umsetzung sollten wir alle einmal nachdenken. Dabei kann man an Arbeitsplätze und auch an Kinder denken. Aber es sollte auf sachlicher und nicht emotionaler Ebene gedacht werden, um sinnvollere Handhabungen für den Umgang mit Cannabis zu erarbeiten.

Würden die Menschen sich weniger emotionalisieren und damit steuern lassen, würden viele Kriege oder Genozid nicht in den Ausmaßen ausgeführt werden können!

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