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08/02/2016 10:36 CET | Aktualisiert 08/02/2017 06:12 CET

Wer hält Wahlkampfversprechen - Sanders oder Trump?

Besser nicht auf die Erfüllung aller Wahlversprechen bestehen!

Die Vorwahlen in den USA gehen los, Bernie Sanders ist der Favorit der Herzen, Donald Trump erreicht die Dummen, Verängstigten und Wütenden! Wie steht es um die Wahlversprechen beider Kandidaten? Bernie Sanders möchte sich an keinem neuen Krieg beteiligen und alte Konflikte beenden um das eigene Land zu sanieren.

Er möchte die Cannabislegalisierung den US Bundesstaaten überlassen und sich für bessere Bildung, Sozialversorung und Finanzmarktregulierung einsetzen. Und Donald Trump? Er möchte Muslime „kennzeichnen", Einreiseverbote für Muslime aussprechen, härter Foltern und auch er wendet sich nicht gegen die Marihuanalegalisierung.

Sanders oder Trump wählen? Frieden oder Krieg? Regenerierung oder anhaltender Verfall? Haben die US Präsidenten die Entscheidungsmacht über den Frieden oder können sie den Krieg lediglich etwas abbremsen oder beschleunigen?

Wenn Sanders oder Trump gegeneinander gestellt werden, ist Sanders der Kandidat der humanen Vernunft, Trump hingegen der panischen Unvernunft. Somit kann Sanders für sich Wähler begeistern, die endlich einen Schnitt machen wollen, um die Kraft der USA im eigenen Land für positive Aspekte einzusetzen.

Was Trump möchte, weiß er vermutlich selber noch nicht so genau aber er haut einen Tiefschlag nach dem anderen raus, um beachtet zu werden. Nur deswegen ist er in vielen Umfragen überhaupt zum Favoriten aufgestiegen. Sollte es ihm nach der Wahl besser auskommen, Cannabis nicht zu legalisieren, wird er es sicher canceln!

Sanders oder Trump sind noch in den Vorwahlen und haben beide die erste Vorwahl verloren. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Wenn es um die Einhaltung der Wahlkampfziele geht, kann man mehr Folter zum jetzigen Zeitpunkt gewiss besser umsetzen, als die Soldaten heim zu holen.

Sollte Sanders oder Trump gewählt werden, sollte man sich vielleicht nicht zu viel des Positiven erhoffen! Es wird allerdings gewiss einen sehr bedeutenden Unterschied machen, ob Sanders oder Trump gewählt wird!

Sanders oder Trump zum Cannabisthema

Im Artikel an anderer Stelle „Welche Bedeutung haben die Handelsabkommen wie TTIP für die Marihuana Legalisierung?" wurde bereits die Unterüberschrift „Marihuana Legalisierung nicht um jeden Preis" verwendet und dabei bleibt es auch: Marihuana zu legalisieren ist wichtig aber anderes ist ebenfalls wichtig. Deswegen kann man die Marihuana Legalisierung nicht um jeden Preis verlangen.

Beim Auftreten von Donald Trump ist er aus ethischen Gründen untragbar sowie eine Gefahr für die nationale und internationale Sicherheit. George Friedmann analysiert mit dem Thinktank „Stratfor" Anfang 2015 die Situation der USA und vergleicht das US Imperium dabei mit dem römischen. Vermutlich, um es ins positive Licht zu rücken.

Es gibt wirkliche Parallelen und so ist Donald Trump das Gegenstück zu dem römischen Kaiser Nero, der vielleicht verrückt war und Rom möglicherweise vorsätzlich nieder brannte, um Bauland zu gewinnen. Er brauchte zumindest einen Sündenbock und startete mit der Christenverfolgung, die mit vielen grausamen Toden einher ging. Weiterhin spricht George Friedmann davon, in die dritte Phase über zu gehen oder in dieser zu sein.

Auf das römische Imperium gemünzt wäre das die zweitletzte. Das mit den Phasen könnten Anhänger der „New World Order Verschwörungstheorie" auch anders deuten. Es war jedoch vom römischen Reich die Rede und somit wurde in Bezug zu Donald Trump schnell an Kaiser Nero gedacht!

Donald Trump will aber gewiss nicht die USA nieder brennen aber hier und da brennt es auch dort bereits sehr offensichtlich. Donald Trump ist gewiss kein begnadeter Feuerwehrmann! Bernie Sanders hätte hier offensichtlich die besseren Qualitäten aber vermutlich auch schnell die Axt des Großkapitals im Rücken.

Bernie Sanders würde sehr gerne Marihuana legalisieren und zum jetzigen Zeitpunkt sollte das eine Kleinigkeit sein und wird vermutlich auch ohne ihn gelingen!

Wird Sanders oder Trump gewählt?

Bei den Positionen, die Bernie Sanders vertritt, erscheint er als ein aussichtsloser Kandidat: Das Geld wird sich gegen ihn entscheiden, ob er nun gewählt wird oder nicht! Bernie Sanders wäre unter den US Präsidenten vermutlich der, mit dem stärksten Gegenwind: Er hätte es am schwersten, seine Ziele auch nur zum Teil zu verwirklichen.

Man würde es ihm schwer machen, damit der Rückhalt aus der Bevölkerung versiegt, wie es auch bei Syriza in Griechenland oder anderen links gerichteten Regierungssystemen klappte. Damit wäre Barnie Sanders angreifbarer.

Sollte er die Bevölkerung nach einer Wahl noch mehr für sich begeistern können, könnte er seine glaubhaften und sehr positiv zu verstehenden Ziele zu größeren Stücken umsetzen, er wird aber kaum die derzeitige Gegenwart weltweit in vier Jahren retten können!

Donald Trump wäre in jedem Fall eine Gefahr für Minderheiten in den USA, für Farbige, Mexikaner und Muslime sowie er eine Gefahr für die Welt darstellt: Donald Trump gleicht dem Pokerspieler, der am schlechten Spielabend alles auf eine Karte setzt. Er hat bereits einige seiner Unternehmungen vor die Wand gefahren und erklärt, dass er deswegen als US Präsident besondere Qualitäten hat.

Das ist jedoch eher so zu verstehen, dass er ihr möglicherweise ebenfalls den Rest gibt! Er spielt mit der Angst der Wähler, das ist seine Strategie. Dabei sollten wirklich alle Wähler Angst vor Donald Trump oder einigen der anderen Republikanerkandidaten haben!

Sanders oder Trump, das ist noch nicht die Frage: Noch befinden wir uns in den Vorwahlen und erst danach geht es richtig los mit dem US Showbusiness Wahlkampf! Ob Sanders oder Trump dabei sein werden, ist noch ungewiss aber ein schlechtes Omen liegt in dem, dass nach acht Jahren ein „Machtwechsel" nicht unüblich wäre!

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