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06/12/2016 08:02 CET | Aktualisiert 07/12/2017 06:12 CET

Schluss mit der christlichen Nächstenliebe

Fi**t euch selber

Die Tage sind bereits schnell vorbei, es ist lange dunkel und viele Leute kriegen ihre Winter- oder vielleicht Weihnachtsdepression? Weihnachten, das Fest der vielen Geschenke und des Fressens mit dem Feigenblatt der Religion und der christlichen Nächstenliebe vor dem Geldbeutel, die Jahreszeit der Klapsmühlen und Müllabfuhr.

Aber was hat es denn mit dieser Religion auf sich, auf die viele das Weihnachtsfest zurück führen? Christian Rätsch fand auf der Mary Jane 2016 die schönen Worte: „Ich mache da keinen Hehl draus, ich halte Religion für eine kulturelle Geisteskrankheit der Menschheit." Also müsste die Frage anders gestellt werden: Wie macht sich diese kulturelle Geisteskrankheit "Religion" denn bemerkbar? Es kann in verschiedene Typen unterschieden werden, in Europa tritt meist das katholische oder protestantische Christentum auf. Der Ursprung der geistigen Verwirrtheit geht auf das Jahr 0 zurück, als die drei Weisen aus dem Morgenland zum Viehstall anreisten, um dem König Geschenke zu überreichen. Dieser vermeintliche König, so steht es geschrieben, war schon als Jugendlicher gesellschaftskritisch und lebte als Erwachsener zusammen mit seinen haarigen Junggesellenfreunden ein eigenes Weltbild aus. Er hörte dabei immer wieder Stimmen, eine davon gehörte einem sogenannten "Gott". Dieser König hat vermutlich auch einige spirituelle Erfahrungen mit den heimisch wachsenden Pflanzen und Pilzen gemacht und redete viel über "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst" und dass man selbstlos und besitzlos sein soll. Und dieser König hieß Christus und, so steht es geschrieben, ist damit der Ursprung der christlichen Nächstenliebe.

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Wahnhafte christliche Nächstenliebe?

Das mit der christlichen Nächstenliebe funktioniert dem Motto nach, dass man irgendetwas macht, womit jemand Schaden nimmt und man sagt "ich hab es doch nur gut gemeint". Dann ist wieder alles ok, da die betreffende Person doch immerhin gute Absichten hatte und nur helfen wollte. Und genau so funktioniert die christliche Nächstenliebe, dass einer ganz gute Absichten hat, es besser weiß und es mal einfach so macht, wie es ihm gerade gut auskommt. Die Dummen sind dann wieder die anderen, für die das alles nicht ganz so toll läuft. Aber dabei könnte ihnen der rechte Glauben helfen, es doch schön zu finden. Es liegt also immer nur an einem selber, sich so lange den Kopf vor die Wand zu schlagen, bis man die Sterne sehen kann.

Die christliche Nächstenliebe gebietet es den verwirrten, anderen zum rechten Glauben zu verhelfen und sie in das eigene Weltbild hinein zu zwängen. Wenn nur alle anderen auch Gottes Stimme hören und an die unbefleckte Empfängnis glauben, bildet man die Mehrheit und wird nicht weg gesperrt. Damit verhilft man sich in der Rotte also durch die Mehrheitsbildung zur eigenen Freiheit und steigt gesellschaftlich auf? Genau so, das ist schon das Geheimnis der ganzen Hilfe.

Viele der Verwirrten leben ihre christliche Nächstenliebe auf belästigende Weise aus und wollen einem "zum eigenen Glück der Erleuchtung" zwingen. Und eigentlich immer steht man als normaler Bürger mit dem Schaden da, wenn sie denn ankommen und einem auf den "rechten Weg" zwängen wollen. Es ist leider ein System der Gleichschaltung, dass jeder den gleichen Schwund glauben muss, die gleiche Weltanschauung aufzubauen hat und sich die gleichen Lebensweisen zulegt. Diese christliche Nächstenliebe kann recht hinderlich werden und man möchte schon laut entgegnen: "Fi**t euch selber!"

https://s-i.huffpost.com/gen/1028950/images/s-CONGO-DEVIL-WORSHIP-ZIMBABWE-small.jpg