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28/11/2015 13:37 CET | Aktualisiert 28/11/2016 06:12 CET

Prohibition auf Psychose: Warum Kiffen krank macht

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Kiffen die Kinder, fantasieren die Eltern!

Vom Kiffen kriegt man ganz schlimme Psychosen und siehe da, es stimmt sogar die ganze Zeit: Kiffen die Kinder, fantasieren die Eltern! Vom Kiffen kriegt man Psychosen, nicht man selber sondern wer anderes! Die Prohibition auf Psychose reimt sich bereits seit vielen Jahrzehnten laufend was Neues zusammen. Ganz zu Beginn wurde mit Medien aller Art suggeriert, Marijuana würde aggressiv und wahnsinnig machen. Ein bekanntes Zeitzeugnis ist Reefer Madness aus dem Jahr 1936, welches sich als psychotischer Prohibitionsfilm noch immer auf YouTube finden lässt.

Diese Wahnvorstellung über das Kiffen war jedoch von einem Jahr auf das andere nicht mehr in und es wurde glatt das Gegenteil behauptet: Die Kommunisten würden ganz viel Marijuana unter die Bürger bringen, um den Kampfeswillen zu brechen. Die einstigen Kommunisten glaubten nun selber, dass Kiffen lasch macht und setzten die Verbote in ihren eigenen Territorien rabiat um!

In der ersten Wahnwelle war das Problem, dass der Kiffer angeblich aggressiv und gewalttätig wird, in der zweiten Wahnwelle, dass er passiv und lethargisch nicht mehr zum Kampf gegen den Feind taugen würde!

Die „Einstiegsdrogentheorie" lautet: Wer kifft, landet automatisch bei härteren Drogen, vor allem bei Heroin und dann im Grab. Es war die Zeit, als die ganzen Opiatabhängigen GIs aus Vietnam zurück kamen und man diese Heroinschwemme auf das Kiffen zurück führen wollte. Dabei handelte es sich um eine Kriegsfolge und hat mit Marijuana recht wenig zu tun!

Die Prohibition auf Psychose lügt sich die Taschen voll, wie es gerade passt, auch wenn sie mal das glatte Gegenteil von zuvor behauptet!

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Kiffen macht krank: Prohibition auf Psychose!


Wenn der Kiffer sich schöne Abende macht, stoßen sich Drogengegner derart daran an, dass sie glatt krank davon werden: Die Prohibition ist auf Psychose! Aber was ist eigentlich psychotisches denken? Die aufgenommen Eindrücke werden miteinander in einen Zusammenhang gebracht, wo keiner existiert und es entsteht ein krankhaftes Gedankenkonstrukt. Kann man dieses falsche Denken nicht mehr von der Realität unterscheiden, ist man wirklich akut krank und wahnhaft. Damit unterscheidet man sich von Leuten, die im Dunkeln tappend nach der Wahrheit suchen und dabei wissen, dass sie es nicht wirklich wissen.

Wenn sich die Leute mit Cannabis eine schöne Zeit machen und die Cannabisgegner laufend neue Wahnvorstellungen über dessen Schädlichkeit für den Körper, das Erbgut, die geistige Verfassung oder das gesellschaftliche Zusammenleben hervor bringen, dann ist diese Prohibition auf Psychose. Da kann jedoch der Kiffer recht wenig dafür, wenn andere Menschen sich aus seinen privaten Belangen und seinem Privatleben derartige Probleme machen.

Er hat eben nicht so zu sein, wie andere ihn wollen und er muss sich deren Wünschen nicht anpassen, wenn er wirklich ein freier und selbstbestimmter Mensch ist. Solange es einen selber betrifft, ist es einem selber überlassen, wie man sein Leben verbringt.

Wenn die Prohibition auf Psychose wahnhaft wird und sich eine Gruppenpsychose ausbreitet, ist nicht der Kiffer das Problem sondern er hat das Problem, in seinem freien Willen in wirklich anmaßender Weise eingeschränkt und bevormundet zu werden.

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Wie geht man mit der Prohibition auf Psychose um?

Seit Jahrzehnten wird eine Theorie nach der anderen über die Schädlichkeit von Cannabis aufgestellt und die meisten Theorien der Prohibitionisten zerplatzen wie Seifenblasen an der Realität. Was dann als Aussagen noch übrig bleibt, ist gar nicht so schlimm oder nicht schlimmer als andere Aspekte des Lebens. Psychisch kranke Menschen sind häufig nicht einsichtig und wenn man mit ihnen einfach mal auf Fakten basiert die Statistiken auswertet, wird sich kaum deren Wahnvorstellung auflösen lassen. Bei den Hardlinern ist mit Logik und Vernunft nicht viel zu machen!

Wenn die Prohibition auf Psychose also uneinsichtig ist, wird sie es auch bleiben. Es gilt demnach, alle Kräfte darauf auszurichten, dass es nicht zu einer Gruppenpsychose ausufert. Das ist leider bereits passiert aber es gilt, dieses zurück zu bilden und dieser Gruppenpsychose den Zulauf abzuschneiden. Dieses geht durch Aufklärung und Wissenschaft: Kiffen ist im Vergleich zu anderen Lebensaspekten für die Gesellschaft oder die allermeisten Kiffer nicht schlimm sondern der psychotische Verbotswahn.

Mit diesem wird den Konsumenten die Freiheit auf Selbstbestimmtheit genommen, ihnen wird mit Strafrecht, Führerscheinrecht und belasteten Führungszeugnissen die Zukunft verbaut und daran nehmen die Kiffer samt der Gesellschaft erheblichen Schaden. Wenn immer mehr Kiffer in Therapie sind, dann sehr häufig aufgrund dieser gemachten Probleme und aufgrund vom Behördendruck. Wer vom Richter oder der Führerscheinstelle geschickt wird, hat in der Regel kein Problem mit Cannabis sondern eines mit der bevormundenden Gesellschaft.

Die Prohibition ist auf Psychose und je weniger Einfluss sie auf die Gesellschaft ausüben kann, umso weniger werden diese Gesellschaft und das einzelne Individuum durch diese Kifferpsychose Schaden nehmen!

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Video: "Konsum legal - Besitz verboten": Warum das Cannabis-Gesetz absolut absurd ist

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