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14/03/2016 08:53 CET | Aktualisiert 15/03/2017 06:12 CET

Geregelter Tagesrhythmus bei Alkoholikern

efenzi via Getty Images

Tagesrhythmus bis zum Kotzen

Wer sich einmal etwas mit dem Jugendschutz, der richtigen Signalwirkung oder auch dem Gesundheitswesen im psychiatrischen Sektor vertraut machen musste, der wird wissen, wie wichtig der Tagesrhythmus für das geregelte Leben ist: Wer mal später ins Bett geht oder nicht zur passenden Uhrzeit isst, der lebt in purer Verwahrlosung. 2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg Auf psychische Erkrankungen kann das einen ganz, ganz, ganz negativen Verlauf nehmen. Es ist sehr sehr wichtig, immer pünktlich aufzustehen und alles zu den passenden Uhrzeiten zu machen, wenn man nicht unter der Brücke landen will. Kiffen ist hierbei natürlich das Initialzündungsgift für scheiternde Existenzen.
Das Tolle am Alkohol ist, dass saufen von der Gesellschaft anerkannt wird
Wenn man nicht muss, bleibt man länger im Bett oder legt sich nach dem Aufstehen wieder hin. Man macht es so, wie man gerade Lust hat: Ganz ohne Recht und Ordnung in purer satanischer Verkommenheit! Wer sich von den Eltern, den Richtern oder sonstigen Bevormundern nicht das Leben ruinieren lassen will und deswegen taktieren muss, der wird sehr auf seinen Tagesrhythmus achten und nur noch heimlich kiffen. Man sollte natürlich erst kiffen, wenn man volljährig ist und es auch darf! 2016-01-05-1452030917-402424-00301Alkoholiker.JPG

Wie klappt das mit dem Tagesrhythmus denn jetzt genau?

Man kann sich natürlich mit Alkohol substituieren, um vom Cannabis los zu kommen, wir kennen gewiss alle ein paar Leute, die es bereits geschafft haben. Das Tolle am Alkohol ist, dass saufen von der Gesellschaft voll anerkannt wird und man beim übermäßigen und dann weniger anerkannten Alkoholkonsum einfach heimlich säuft. Ist man erst körperlich abhängig, klappt das mit dem Tagesrhythmus und dem geregelten Lebenswandel von ganz alleine: Man säuft bis zum umkippen. Dann kann man gut pennen. Wenn man allmählich ausnüchtert, geht das Zittern los und da bleibt wirklich keiner einfach liegen. Wer den Sprit bereits braucht, der steht in der Regel sehr pünktlich auf und hat seinen Pegel auch sehr pünktlich erreicht, um wieder ins Bett zu kommen. Oder wie schaffen es die ganzen "Spritis" nach dem Vortag wirklich so früh aus dem Bett? Bei einer solchen Tagesroutine kann wirklich bereits vom geregelten Lebenswandel gesprochen werden: Das läuft von ganz alleine! 2016-01-05-1452031757-8535029-00302Alkoholikere.JPG

Wenn man einfach seine Sachen erledigt

Es gibt neben Früh- und Spätaufstehern auch die „Arbeitnehmer" und „Selbstständigen". Der Arbeitnehmer- Extremfall schafft es immer pünktlich zur Arbeit und macht dort alles sehr gut, kriegt sonst aber nicht mal seinen Müll aus der Wohnung getragen. Der Selbstständige hingegen kriegt alles erledigt aber nicht immer an Wochentagen oder zu den gleichen Uhrzeiten. Für die „Arbeitnehmer" ist das natürlich sehr wichtig, dass sie „müssen" und es sich nicht alles frei einteilen können. Aber unabhängig zu dieser überschaubaren „Schubladeneinteilung" ist es doch kaum wichtig, ob man alles immer zu den gleichen Tageszeiten macht, solange man es überhaupt macht. Und dass man das Wichtigste macht, ist wirklich sehr entscheidend, damit einem nicht irgendwann wirklich die Decke über dem Kopf zusammen bricht. Dazu gehört es unter anderem, den Müll raus zu tragen und auf dringliche Post zu reagieren. Der Tagesrhythmus ist für viele jedoch etwas, auf dass sie sehr gut und ohne jeglichen Nachteil verzichten können. Bei anderen mag das wirklich wichtig sein, dass sie irgendwelche Aufgaben zu festen Zeiten erledigen, um nicht total zu versumpfen. Sich bis zur körperlichen Abhängigkeit zu besaufen, um mit dem ersten Zittern auch ohne Wecker jeden Morgen pünktlich aus dem Bett zu kommen, ist jedoch der denkbar schlechteste Tagesrhythmus, den man sich aneignen könnte! 2016-01-05-1452031020-3985569-00303Alkoholiker.JPGAuch auf HuffPost:

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