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21/08/2015 06:37 CEST | Aktualisiert 21/08/2016 07:12 CEST

Männer, seid wieder männlich!

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Ich bin ein Mann und das ist gut so! Sollte ich in der heutigen Zeit, einen Text so beginnen oder ist das frauenfeindlich?

Es ist erschütternd, egal in welche gesellschaftliche Schicht ich schaue, egal welche Nationalität ich betrachte, es gibt sie nicht mehr - die echten und wahren Männer. Keine Kerle mehr im täglichen Ablauf. Nur ab und an lässt Mal einer den Kerl raushängen und macht Ansagen und lebt die ach so verpönten männlichen Rieten.

Was Frau Schwarzer vor Jahren begonnen hat, hat sich zu einer gesellschaftsverändernden Seuche ausgebreitet. Männer haben heute angst davor Mann zu sein, sie traun sich nicht mehr wirklich raushängen zu lassen was sie sind. Ich meine hier nicht sexistische Aktivitäten oder Unterminierung des weiblichen Wesens.

Ich liebe Frauen. Ich bewundere sie für ihren unglaublichen Scharfsinn, für ihr emphatisches Wesen, für das Feingefühl, Situationen und Abläufe erkennen zu können und darauf zu reagieren. Ich liebe sie für ihre Weiblichkeit, ihre Kurven und für den Sex den sie ausstrahlen. Egal ob sie dick oder dünn ist, ob sie groß oder klein ist - eine Frau ist eine Frau.

Mir geht es um die evolutionäre Verteilung der Rollen und auch eine Frau Schwarzer wird den natürlichen Lauf der Dinge weder verändern noch aufhalten können. Zumindest nicht in seiner Endgültigkeit.

Es gibt so viele wundervolle und große Frauen

Nehmen wir doch Dorothea Erxleben, sie wurde im Jahre 1754 als erste Frau aufgrund einer königlich angeordneten Ausnahme, zur Medizinerin dissertiert oder nehmen wir Shukria Barakzai die Gründerin der afghanischen Zeitschrift Aina-e-Zan ("Spiegel der Frauen") und es gibt tausende andere von Ihnen, sie alle haben sich enorme Verdienste um die Rechte der Frauen erworben.

Frau Schwarzer möchte ich nicht im gleichen Atemzuge nennen wie wirkliche Frauenrechtlerinnen. Sie ist nichts weiter als eine extremistische und radikale Verfechterin eines Kurses, welcher die Frauen in Deutschland und gleichermaßen auch die Männer, in einen Zwiespalt geworfen hat, welcher seinesgleichen sucht.

Durch die von Frau Schwarzer gelebte Feminisierung der deutschen Kultur (was sicherlich nicht in allen Punkt falsch bzw. schlecht gewesen ist) hat sich das Gesellschaftsbild so dermaßen verändert, dass es schwierig wird, unsere heutige Gesellschaft als ausgeglichen bzw. als quotengleich zu bezeichnen. Durch die radikale und mediale Gewalt mit der Frau Schwarzer samt ihrer Anhängerinnen versucht hat, die Frau als Opfer, als Heldin, als Herrscherin, als Übermenschen zu verkaufen, ist immer mehr unserer Kultur verloren gegangen.

Klassische Werte wie die Familie geraten immer mehr in Vergessenheit

Mal ganz realistisch betrachtet. Was bitte bringt es einem Säugling wenn es das erste Lebensjahr vom Vater begleitet wird? Ist es gut dass die Stillzeiten immer mehr verkürzt werden, nur damit die Mutter schnellstens wieder ins berufliche Feld wechseln kann? Sollten, zumindest in dem ersten Lebensjahr nicht die Väter für ein Einkommen und damit für die absolut notwendige Bindung zwischen Mutter und Kind sorgen?

Vielleicht sehe ich das alles zu altmodisch oder begrenzt, nur fehlt es mir in der gegenwärtigen Gesellschaft mehr und mehr an familiären Grundsätzlichkeiten. Jede Frau soll, wie jeder Mann auch, nach besten Möglichkeiten beruflich Karriere machen. Sie soll sich ihren beruflichen Platz in der Gesellschaft nicht erkämpfen sondern erarbeiten können.

Doch die berufliche Perspektive einer Frau sollte nicht auf gleicher Höhe wie die familiäre Perspektive stehen. Deutschland ist das Land Europas, mit den meisten Singles. Kommunikation im sozialen Bereich findet mehr und mehr virtuell statt. Frauen wie Männer auch, leben ihren Beruf und sind zumeist auch damit „liiert".

Ich bin selber Vater und ich habe nicht das Glück mir eine Familie aufgebaut zu haben. Meine Tochter lebt bei ihrer Mutter und ich bedaure es, nicht der familiäre Charakter zu sein. Aber trotzdem bringt die Mutter meiner Tochter, und ich habe höchste Hochachtung vor ihr, ihre berufliche und familiäre Verantwortung unter einen Hut.

Warum verdammt noch Mal geben wir einer verhärmten und ausgebrannten Frau Schwarzer auch heute noch eine mediale Plattform? Wir sollten uns alle zumindest auf einige alte Werte besinnen und lieber Männer, auch Euch meine ich. Werdet wieder maskulin. Haltet Türen auf! Helft Euren Frauen in die Mäntel! Führt beim Tanzen!

An Frau Schwarzer möchte ich am Ende noch ein Zitat von mir richten:

„Emanzen, tanzen auf dem Grab der Weiblichkeit!"

In diesem Sinne...

Ranndy Frahm


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