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21/01/2016 07:18 CET | Aktualisiert 21/01/2017 06:12 CET

Woran erkennt man, dass man bereit ist für die Selbstständigkeit?

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Selbstständigkeit statt Abhängigkeit von Arbeitgeber und Vorgesetzten ist der Traum vieler. Doch woran erkennen Sie selbst, dass Sie bereit sind für den finalen Schritt in die Selbstständigkeit? Die Antwort darauf will Ihnen dieser Blogbeitrag geben.

Selbstständigkeit bedeutet selbstständig sein

Zwischen einem Angestellten und einem Selbstständigen liegen Welten. Genau dies ist auch der Knackpunkt, wieso sich ein Selbstständiger vor dem Schritt in die Selbstständigkeit die Frage stellen muss, ob er (oder sie) auch wirklich bereit dafür ist.

Die selbstständige Tätigkeit erfordert und fordert einem Menschen Dinge ab, die nicht jeder tragen kann, und auch nicht jeder tragen möchte. Wer die Aufmerksamkeit und das Lob seines Vorgesetzten braucht, der wird in der Selbstständigkeit kaum glücklich werden. Hier werden viele Dinge gemacht, ohne dass jemand sie sieht, und ohne dass diese (vorerst) von Erfolg gekrönt sind.

Ohne Disziplin geht es nicht

Wer selbstständig tätig sein will, der arbeitet zumindest in den ersten Jahren weit mehr als ein Angestellter oder Beamter. Um dies aufbringen zu können, ist ein Punkt sehr wichtig für Sie: die Disziplin. Das heißt nicht, dass Sie jeden Morgen um fünf strammstehen müssen, um zu arbeiten. Sondern dass Sie für sich selbst die richtigen Zeiten und Gegebenheiten finden müssen, um selbstständig tätig zu sein. Das kann bedeuten, dass Sie nachts arbeiten, weil Sie ein Nachtmensch sind, und Ihr Biorhythmus entsprechend tickt. Oder dass Sie ab mittags arbeiten, weil Sie in dieser Zeit am produktivsten sein können.

Ebenfalls wichtig beim Thema Disziplin und Selbstständigkeit: Sie müssen anpacken können, ohne dass ein Vorgesetzter oder Chef Sie dazu auffordert. Nur wer die eigene Arbeit sieht und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, ist letztlich auch wirklich bereit für die Selbstständigkeit!

Selbstständigkeit statt 9 to 5 Job

Wer feste Arbeitszeiten und feste Urlaubstage haben möchte, der ist für die Selbstständigkeit nicht geeignet. Selbstständig tätig sein und zugleich einen 9 to 5 Job haben wollen, dies schließt sich gegeneinander aus. Bei Selbstständigkeit gibt es, zumindest in den Anfangsjahren, keine festen Arbeitszeiten, die Stechuhr ist dann genauso fehl am Platze wie lange Urlaubsreisen. Auch wenn es wichtig ist, Auszeiten zu nehmen, um runterfahren zu können, so sind Sie für eine Selbstständigkeit letztlich nur dann geeignet, wenn Sie dazu bereits sind, vieles dafür von Bord zu werfen.

Sei es das Privatleben, seien es mehrere Wochen Urlaub fernab der selbstständigen Tätigkeit. Gerade die Erreichbarkeit durch Kunden ist in den Anfangsjahren einer Selbstständigkeit das A und O. Reagieren Sie nicht in entsprechend schneller Zeit, sucht sich der bestehende Kunde jemanden anderen, und der potenzielle Kunde wird erst gar nicht zum neuen Kunden. Dies gilt für die unzähligen verschiedene Bereiche, in denen eine selbstständige Tätigkeit möglich ist, gleichermaßen.

Und eines erfordert eine Selbstständigkeit immer: den Mut, eigene Wege zu gehen. Den Mut, eigene Grenzen zu erkennen, aber diese auch (in einem gesunden Maße) zu überschreiten lernen. Wir wünschen Ihnen viel Glück auf Ihrem Weg in Ihre Selbstständigkeit!

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