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23/12/2015 10:04 CET | Aktualisiert 23/12/2016 06:12 CET

Wie schnell hat man als Selbstständiger Erfolg?

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Zum wirtschaftlichen Erfolg als Selbstständiger gehören besonders in der Anfangsphase ein absolut sparsames Ausgabeverhalten einerseits sowie das Maximieren von Umsatz und Gewinn andererseits. Das klingt ebenso logisch wie schlüssig, ist jedoch im beruflichen Alltag nicht immer einfach umzusetzen.

Um damit zum Erfolg zu kommen, muss darauf die gesamte Denk- und Handlungsweise ausgerichtet sein. Sparsamkeit und Ehrgeiz werden sozusagen zur Selbstverständlichkeit.

Einsparungen wirken sich wie Einnahmen aus


Nach einer allgemeinen Faustregel entscheidet sich der Erfolg des Selbstständigen in den ersten fünf Jahren seit der Existenzgründung. In dieser Zeit muss überall dort gespart werden, wo es möglich ist. Die Privatentnahmen vom Firmenkonto für den eigenen Lebensbedarf sind auf das Notwendige zu begrenzen. Ein Urlaub ist doppelt teuer; er verursacht Kosten und hindert daran, Einnahmen zu erzielen. Er ist in diesen Jahren ein Tabu.

Alle Ausgaben müssen auf ihre Sinnhaftigkeit und ihre Höhe überprüft werden. Nicht ausgegebenes Geld bleibt auf dem Firmenkonto. Das wirkt sich indirekt wie eine Einnahme aus und verbessert, es stärkt die Liquidität. Fremdfinanzierungen wie Darlehen, Raten- oder Dispo-Kredit sind nicht notwendig, und Ausgaben für Sollzinsen entfallen.

Das Firmenkonto mit EC- und Kreditkarte darf keine laufenden Kosten verursachen. Der Selbstständige hat für seine Krankenversicherung die Wahl zwischen der privaten Krankenversicherung und einer freiwilligen Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse. Er sollte sich aus mehrerlei Gründen für eine günstige gesetzliche Krankenkasse entscheiden. Hier richtet sich der Monatsbeitrag nach dem Einkommen.

Das ist in der Gründungsphase noch nicht allzu hoch, und dementsprechend niedrig ist auch der Krankenkassenbeitrag. In späteren Jahren kann dann über eine tarifbezogene private Zusatzkrankenversicherung nachgedacht werden.

Fokussieren auf das Geschäft, Outsourcen von Dienstleistungen


Der geschäftliche Erfolg wird ganz überwiegend mit dem Umsatz und dem dazugehörigen Gewinn erreicht. Darauf muss sich der Selbstständige von Beginn an konzentrieren. Er beherrscht sein Metier, denn gerade deswegen hat er den Schritt in diese Selbstständigkeit gewagt.

Jetzt geht es darum zu expandieren. Der Jungunternehmer darf sich nicht mit Arbeiten verzetteln, die nicht zum Kerngeschäft, zum Geldverdienen gehören. Notwendige Dienstleistungen, die zur ordnungsgemäßen Führung eines Unternehmens gehören, müssen fremdvergeben und dort den jeweiligen Fachleuten überlassen werden.

Dazu gehören die Buchhaltung nebst Steuererklärungen sowie die monatlichen Gehaltszahlungen für alle Mitarbeiter. Dieser Bereich erfordert fachliches Knowhow, das der Existenzgründer nicht hat. Die Vergabe an den Steuerberater verursacht Kosten, denen jedoch Einsparungen bei den Personal-, Verwaltungs- und Sachkosten für eigenes Fachpersonal gegenüberstehen. Unterm Strich ist ein Outsourcen meistens günstiger.

Fachliche Beratung und berufliches Netzwerk


Der Erfolg des Selbstständigen hat erfahrungsgemäß mehrere bis hin zu viele Standbeine. Je mehr der Existenzgründer auf seinem Gebiet selbst kann und weiß, umso weniger Knowhow muss extern eingekauft werden. Das Ergebnis daraus ist nicht immer messbar.

Feststeht jedoch, dass ein berufliches Netzwerk mit Berufsinnung, Berufsverband sowie Industrie- und Handelskammer Verbindungen schafft, die so nützlich wie hilfreich sind. Der Existenzgründer muss seine Selbstständigkeit so intensiv leben, dass Beruf und Privat fließend ineinander übergehen - ständig auf der Suche nach dem nächsten Auftrag.

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