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27/11/2014 06:42 CET | Aktualisiert 11/05/2015 08:34 CEST

Preiskracher Oder Plagiat? Tipps für den Online-Weihnachtseinkauf

Am Montag war es so weit: Mit dem Cyber-Monday ist der Startschuss zum Weihnachtsgeschäft gefallen. Hohe Rabatte locken Endverbraucher in die Online-Shops und verleiten zum Klick auf den „Kaufen"-Button. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Jeder zehnte Kaufinteressent landet auf einer betrügerischen Website.

Am Montag war es so weit: Mit dem Cyber-Monday ist der Startschuss zum Weihnachtsgeschäft gefallen. Hohe Rabatte locken Endverbraucher in die Online-Shops und verleiten zum Klick auf den „Kaufen"-Button. Eine aktuelle Studie von MarkMonitor zeigt jedoch: Jeder zehnte Kaufinteressent landet auf einer betrügerischen Website.

Von diesen Besuchern zeigt jeder sechste echtes Kaufinteresse. Um Enttäuschungen vorzubeugen und Betrügern nicht aufzusitzen, sollten Verbraucher daher die folgenden Tipps im Hinterkopf behalten, damit der Spaß beim Online-Shopping erhalten bleibt und die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk beginnen kann.

1. Sorgfältig tippen:

Achten Sie auf eine korrekte Schreibweise der Website, die Sie besuchen wollen. Viele Betrüger kaufen Website-Adressen, die der Schreibweise einer berühmten Marke stark ähneln oder einen typischen Rechtschreibfehler aufweisen. Dieses Vorgehen wird auch als „Cybersquatting" oder bei einfachen Buchstabendrehern als „Typosquatting" bezeichnet. Betrüger locken auf diese Weise ahnungslose Käufer in die Falle, verkaufen ihnen gefälschte Produkte und erschleichen sich zusätzlich oft Klickvergütungen.

2. Auf einfache Fehler achten:

Überprüfen Sie die Seite sorgfältig, bevor Sie etwas kaufen. Vielfach verstehen die Betrüger ihr illegales Handwerk und die von ihnen erstellte Seite sieht auf den ersten Blick sehr professionell aus. Aber: Online-Gauner sind oft nachlässig, wenn es um Unternehmensinformationen oder FAQs geht. Fehlerhafte oder nicht gepflegte Seiten können ein Hinweis darauf sein, dass es sich bei der Seite nicht um das Original handelt. Auch ein Blick ins Impressum ist ratsam. Wer sicher gehen will, sollte auf der Homepage des Markeninhabers die Liste der autorisierten Händler aufrufen.

3. Geschäftsbedingungen und Datenschutzregeln:

Seriöse Anbieter gehen offen mit ihren Rücksendebedingungen um. Passt beispielsweise das T-Shirt nicht oder ist es beschädigt, müssen Sie als Käufer die Möglichkeit haben, es zurückzuschicken. Ein weiterer Punkt: Anbieter mit betrügerischen Absichten investieren in der Regel keine Zeit, um klare und starke Datenschutzregeln aufzustellen.

4. Prüfen Sie die Reputation:

Seien Sie vorsichtig bei Seiten, die Sie nicht kennen. Prüfen Sie, ob andere Kunden im Internet bereits Erfahrungsberichte zu dem jeweiligen Anbieter veröffentlicht haben. Ist der Shop oder der Verkäufer auf Seiten gelistet, die vor Geschäften mit ihm warnen? Am besten führen Sie eine Websuche mit der Stichwortkombination aus dem jeweiligen Anbieter + Betrug durch.

5. Verschlüsselter Zahlungsprozess:

Auch für Laien ist erkennbar, wenn Informationen auf der Bezahlseite unverschlüsselt übertragen werden. In diesem Fall steht weiterhin „http://" statt „https://" in der Adresszeile Ihres Browsers. Im Gegensatz zu seriösen Anbietern scheuen Fälscher die Investition in https-Zertifikate.

6. Online-Marktplätze und Auktions-Websites:

Prinzipiell sollten Käufer nur Online-Marktplätze und Auktions-Websites nutzen, die sie kennen. Die Tatsache, dass der Marktplatz selbst eine bekannte Marke ist, ist jedoch keine Gewährleistung dafür, dass auch alle Produkte seriös sind, die dort verkauft werden. Prüfen Sie daher zuerst die Händlerinformationen, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.

7. Der Preis:

Ein Original-Poloshirt mit dem Krokodil-Logo für 10 Euro - kann es das wirklich geben? Fälscher sind in ihrer Preisgestaltung schlauer geworden. Aber: Letztlich ködern sie Online-Käufer immer noch über den Preis und das Versprechen, den besten Deal aller Zeiten zu bieten. Machen Sie sich bewusst: Wenn der Preis zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist er das wahrscheinlich auch.


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