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11/12/2016 07:04 CET | Aktualisiert 12/12/2017 06:12 CET

Digitale Transformation als entscheidender Faktor für Wachstum und Nachhaltigkeit

Lite Productions via Getty Images

Technologische Innovationen in immer kürzeren Abständen führten zum Phänomen, das wir heute unter dem Begriff "Digitalisierung" kennen. Weltweit bedeutet das für Unternehmen und Behörden, dass sie ihre Strategien neu ausrichten müssen, um sich den Veränderungen ihrer Kunden und Märkte anzupassen.

Für Unternehmen besteht nicht mehr die Frage, ob sie auf den digitalen Zug aufspringen sollen oder nicht. Denn ohne digitale Transformation laufen sie Gefahr, den internationalen Anschluss zu verlieren. Eine kürzlich veröffentlichte Studie über Technologie-Trends des Beratungsdienstleisters Accenture gibt den globalen Anteil der Digitalwirtschaft mit 22 Prozent an.

Durch die rapide Entwicklung der Branche soll sich dieser Wert bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent erhöhen . Viele Länder versuchen daher mit der Entwicklung Schritt zu halten und haben konkrete Maßnahmen ergriffen, um in der digitalen Wirtschaft Fuß zu fassen.

Nachholbedarf in Deutschland

Deutschland hinkt dem globalen Vergleich hinterher. Im Wirtschaftsindex DIGITAL 2015 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie liegt der Digitalisierungsgrad bei 49 von 100 möglichen Punkten. Dieser Index misst den Grad der Digitalisierung von Geschäftsabläufen, unternehmensinternen Prozessen und der Nutzungsintensität neuer digitaler Technologien und Services.

Bis 2020 soll sich dieser Wert auf 56 Indexpunkte erhöhen. Dienstleistungsunternehmen sind mit 51 Indexpunkten weitaus stärker digitalisiert als das verarbeitende Gewerbe mit 37 Indexpunkten. Vorreiter dieser Entwicklung ist und bleibt die IKT (Informations- und Kommunikationstechnik)-Branche, gefolgt von wissensintensiven Dienstleistern sowie der Finanz- und Versicherungswirtschaft.

Einen deutlichen Wachstumsschub können laut diesem Index Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft durch Effizienzsteigerung interner Prozesse erzielen. Zudem sehen die Verfasser Verbesserungspotential bei Arbeitsabläufen, beim Ressourcen-Management sowie der Innovationsfähigkeit und der Implementierung neuer Geschäftsmodelle.

Einen großen Einfluss auf die Digitalisierung hat das digitale Know-how der Beschäftigten. Hochwertige Bildungsangebote spielen deshalb eine wichtige Rolle. Von besonderer Bedeutung ist eine vollständig digitalisierte Wertschöpfungskette - in Deutschland aufgrund der unzureichenden Nutzung digitaler Informations- und Vertriebskanäle allerdings noch eher selten anzutreffen. Daher nimmt auch fast die Hälfte der Unternehmen in der deutschen Wirtschaft für ihre IKT-basierten Prozesse die Hilfe von externen Dienstleistern in Anspruch.

Digitale Plattformen sind das A und O

Heute werden Produkte nicht mehr einfach nur verkauft. Stattdessen muss eine personalisierte Nutzererfahrung im Fokus stehen. Digitale Plattformen dienen dafür als effektive Werkzeuge, um mit dem Kunden in Kontakt zu treten, seine Anforderungen zu verstehen und erfüllen zu können.

Diese optimierten, durchgängigen und sicheren Werkzeuge geben die Art und Weise vor, wie Unternehmen und der öffentliche Sektor heute arbeiten müssen. Auch sie integrieren immer mehr intelligente Software-Lösungen in die unternehmensinternen Abläufe. Das hilft Mitarbeitern und dem Management gleichermaßen in ihren Entscheidungsfindungsprozessen, spart zudem Zeit und Ressourcen und senkt die Kosten.

Darüber hinaus kommen moderne Dokumentenmanagement-Lösungen zum Einsatz. Damit lassen sich die unzähligen Daten, die täglich generiert werden, optimieren und verwalten. Dies resultiert in einer größeren Effizienz und somit in beschleunigten Geschäftsprozessen, höherer Produktivität und Wirtschaftlichkeit im Unternehmen.

Die Digitalisierung erfordert qualifizierte Arbeitskräfte, die Routine in der Bedienung „smarter" Geräte haben. Daher setzen Unternehmen und Behörden auf Trainingsprogramme, um die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter entsprechend den aktuellen digitalen Anforderungen zu fördern und ihre Wettbewerbsfähigkeit im globalen Vergleich zu steigern.

Vom Papier zum digitalen Dokument

Angesichts all dieser Vorteile ist es für Unternehmen unabdingbar, in die Informations- und Kommunikationstechnologie zu investieren und ihre Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. Dennoch stehen am Beginn vieler elektronischer Prozessketten immer noch Papierdokumente.

Der Digitalisierung papierbasierter Informationen und deren Integration in digitale Prozesse kommt deshalb zentrale Bedeutung zu. „Scan-to-Process" heißt hier das Stichwort. Dieses Konzept ist ein logischer Schritt für alle Unternehmen und Behörden, die bessere Qualität, größere Effizienz und optimale Geschäftsprozesse erreichen möchten.

Mitarbeiter können so Daten medienbruchfrei bearbeiten und ortsunabhängig darauf zugreifen. Einige Dokumentenscanner von Fujitsu zum Beispiel unterstützen sogar ein „Scan-to-Cloud"-Konzept, das die Übertragung von Papierdokumenten vom Dokumentenscanner automatisch in Cloud-Dienste ermöglicht. Ein Zwischenschritt über PC oder Handy ist nicht notwendig.

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(Quelle: PFU (EMEA) Limited)

Derzeit nimmt der Einsatz von Cloud-basierten Diensten und kundenorientierten Anwendungen sowie die Implementierung neuer Technologien wie Big Data, Predictive Analytics und das Internet of Things Fahrt auf. Eine weitere Form der Digitalisierung sind sogenannte Smart Cities, die es bereits vereinzelt in Deutschland gibt.

Ein Beispiel ist die Telekom-City Friedrichshafen. Dort wird der Verkehr durch intelligente Leitsysteme geregelt, Bereiche wie Verwaltung, Gesundheit, Wohnen, Bildung und Kultur können vernetzt und elektronisch gesteuert werden. Das sorgt neben finanziellen und energiewirtschaftlichen Vorteilen auch für mehr soziale Nachhaltigkeit.

Fazit: Die Herausforderung besteht darin, mit einem besseren Kundenerlebnis und besseren digitalen Angebote eine echte digitale Transformation zu erreichen. Schon heute definiert die Digitalisierung unsere Realität neu und sowohl Unternehmen als auch Behörden müssen in die Modernisierung ihre Systeme investieren - oder es besteht die Gefahr, in die Bedeutungslosigkeit zu versinken.

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