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09/08/2015 14:33 CEST | Aktualisiert 09/08/2016 07:12 CEST

Viele Tierrechtler haben keine Ahnung

Der grausame Tod des Löwen Cecil hat eine Weltweite Bestürzung hervorgerufen , eine Anteilname deren Ausmaße einer Königlichen Beerdigung nahe kommt. Politik, Medien und Bürger im In-und-Ausland forderten Bestrafung für diesen frevelhaften Akt. Tierrechtsorganisationen wetterten sogar mit der Todesstrafe.

Betrachtet man die Sache allerdings etwas nüchterner, wird durch diesen Presserummel aber auch deutlich, das bis vor diesem Ereignis viele keine Ahnung hatten, dass alle 15 Minuten ein Elefant von Wilderern erschossen wird, letztes Jahr wurden mehr als 1.250 Nashörner erlegt, 800 Tiere davon in Naturschutzreservaten die sogar vom Militär bewacht werden!

Großwildjagd ist ein riesiges Geschäft und ein Elite-Hobby für alle die, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld, für alle die, die gerne einmal Gott spielen wollen und sich daran ergötzen. Traurig ist auch, dass bis letzte Woche die meisten nicht mal wussten, dass Simbabwe in Afrika liegt.

Betrachtet man allerdings auch die andere Seite, stellt man fest, das der Tod dieses einen Löwen, der in „Freiheit" leben durfte, sogar Fluglinien umdenken lässt und diese nun keine Jagdtrophäen mehr transportieren wollen.

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(Quelle Facebook)

Das Problem heutzutage ist, dass die Öffentlichkeit oder jemand der sich irgendwie engagieren bzw. Tieren helfen will, schon am Anfang an einem gefährlichen Scheideweg stehen und eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssen. Denn worin unterscheidet sich ein Tierschützer und der moderne/neumodische Tierrechtler?

Tierschützer sind Menschen, die sich ehrlich und aufopfernd um die Tiere kümmern und deren wohl im Sinne haben.

Sie arbeiten in Auffangstationen, Zoos, Tierklinken, Zirkussen, Wildparks oder sonstigen Einrichtungn, wo Tiere mit viel Liebe, Kompetenz und Fachwissen unter menschlicher Obhut gehalten, aufgepäppelt oder von einem Todesurteil gerettet werden.

Besonders hervorzuheben sind private Personen, die ein oder mehrerer Tiere aufnehmen und sie pflegen, einfach des Tieres willen. Sie helfen aktiv und vor Ort, mit Betreuung, Futter oder Sachspenden. Die Kategorie von Tierschützern tut dies ohne Presse, Lobeshymnen, Facebookselfies, sondern nur aus Tierliebe.

Der moderne Tierrechtler hingegen trägt als modisches Beiwerk Pappplakate und einen Edding mit sich rum und schreibt auf dieses Plakat, was er doof findet und was man ändern muss, ohne selbst auch nur eine dieser rühmlichen Taten, aus Tierliebe heraus zu vollbringen. Und einen Orden wollen sie fürs dumm Quatschen und unqualifiziert sein auch noch.

Sie haben kein Fachwissen, geschweige den überhaupt eine Ahnung von Tierschutz und können ihre Meinung nicht einmal frei ohne von einem Blatt Papier abzulesen vortragen.

Hobbydemonstranten, die tatsächlich der Meinung sind, etwas gutes zu tun und per Facebookselfies von Demos vor Zirkus, Zoos und sonstigen Tiereinrichtungen, sich ihre Bestätigung zu holen, anstatt diese Zeit sinnvoll mit ihren eigenen Tieren und/oder Kindern (oder fremden), Hobbys etc. zu verbringen.

Nur weil das Demonstrationsrecht im Gesetz verankert ist, sollten Demos trotzdem kostenpflichtig werden, denn dann gäbe es schon mal 50 Prozent weniger davon. Für alle Möchtegern heißt es nämlich, sehen und gesehen werden. Gilt in diesem Fall leider nur bei Promis.

Sie folgen einer Ideologie „Artgerecht ist nur die Freiheit„ egal ob es die nun noch in der Form gibt oder nicht. Ein Naturschutzreservat ist auch nicht gleich Freiheit bzw. was man vom frei sein hat, sehen wir ja an Cecil.

Ein fanatischer Feldzug gegen die Haltung der Tiere geführt von Organisationen, die laut eigenen Angaben keinen einzigen Cent in irgendwelche Tiereinrichtungen weiterleiten! Sondern nur in ihre propagandaartige Pressearbeit und eigenen Taschen investieren. „Bündnis gegen Tiere"-Seiten profilieren sich selbst und keiner weiß so genau, wer eigentlich hinter dieser Seite steht!

Soviel zweifelhafte und zwielichtige Sachen haben nun wirklich nichts mit dem wahren Tierschutzgedanken zu tun.

Übrigens: Einige dieser Organisationen verwenden Spendengelder laut deren eigenen Angaben schon für die Tiere, allerdings nicht um sie weiter zu vermitteln oder für Futter, Unterbringung, sondern für die Behandlung mit der Giftspritze. Denn mit Mitleid lässt sich das meiste Geld machen. Oder würden Sie für ein schönes Tierheim spenden?

Diese Menschen gehen sogar soweit, dass sie lieber Tiere Tod sehen bzw. aussterben lassen, als sie in menschlicher Obhut zu wissen. Wenn es nach dem modernen Tierrechtler geht, hätte bald keiner mehr Haustiere zu Hause. Außer natürlich der Tierrechtler selbst, der am besten weiß, wie man Tiere so frei wie möglich zu Hause hält.

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(Quelle Facebook)

Mit der heutigen Technik und dem Wissen könnten wir so viele Arten vor dem sicheren Aussterben schützen, aber leider werden es diese Personen schaffen, dass dies wohl bald so gut wie unmöglich ist!

Ihre Anhänger sind überall vertreten, Medien, Politik und Ämter, selbst wenn man all diese Hürden schaffen könnte, würden sie weiter versuchen den Betrieb oder die Einrichtung zu vernichten, beliebte Methoden hierfür Boykottaufrufe um Einnahmen zu verhindern, Sachbeschädigung und Rufmord bis hin zu gefälschten Zeitungsartikeln und anderen dubiosen Machenschaften.

In meinem persönlichen Fall, Leben und Arbeit, bin ich zu 99 Prozent davon überzeugt, dass es den Tieren gut geht, könnte ein Tier sprechen und mir sagen „ist zwar alles super wie du dich um mich kümmerst, aber ....„ dann würde ich sofort alles dran setzen ihm seinen Wunsch zu erfüllen!

Tierrechtler hingegen sind zu 100 Prozent davon überzeugt, dass es dem Tier schlecht geht und für ihn muss das Tier nicht einmal sprechen können, und selbst wenn es sagen würde „Hey, super wie du dich einsetzt, aber mir geht es gut und mir gefällt das so„ würden diese Personen das sofort verneinen und dem Tier einreden es hat unrecht oder leide an dem Stockholmsyndrom und Basta!

Es muss jeder für sich selber Wissen, welche Art von Tierschutz er betreiben möchte, ob man nur theoretisch weiß, was der Unterschied zwischen Kuh und Bulle ist oder ob man auch mal praktisch Kontakt mit diesen Tieren hatte.

Für Informationen in einem modernen Betrieb !

https://www.facebook.com/Wildschwein.Fritz?ref=bookmarks

https://www.facebook.com/Sonderfonds.Circus.mit.Tieren?fref=ts

http://www.circus-krone.com/de/tierschutz.html


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