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12/12/2015 05:44 CET | Aktualisiert 12/12/2016 06:12 CET

Offener Brief gegen "Orca Bill"

Christopher Meder via Getty Images

Die Schauspielerin Carolyn Hennesy, die man aus den Serien Revenge (VOX) oder True Blood (RTL II) oder den Filmen Terminator 3 oder Natürlich blond 2 kennt, ist nicht nur Schauspielerin, sondern setzt sich auch für Tierschutz ein.

In der Online-Serie Animal Magnetism gibt sie ferner Menschen eine Öffentlichkeit, die sich direkt für Tierschutz einsetzen. Zudem ist sie Vorstandsmitglied der Seite zoonation.org.

Sie äußert sich nun in einem offenen Brief zur sogenannten "Orca Bill" von Adam Schiff. Er ist amerikanischer Politiker und gehört zu den konservativen demokratischen Kongressabgeordneten (Blue Dog Coalition).

Sehr geehrte Repräsentatin Adam Shiff,

Ich bin traurig Ihnen dies schreiben zu müssen, weil es ein Vergnügen war, sich kürzlich mit Ihnen und Dr. Grey Stafford persönlich bezüglich Ihrer "Orca Bill" zusammen zu setzen. Nach dem Treffen mit mir und Dr. Stafford haben Sie eine Mail an Ihre Landesvertreter geschickt, um Co-Sponsoren für Ihren Gesetzesentwurf zu suchen.

Es gibt keinen menschenmöglichen Weg, dass Sie, Herr. Schiff, die Materialien, die wir Ihnen gaben, verarbeiteten oder anschauen konnten.

Ich gehe davon aus, dass Sie meine aufrichtige Einladung, SeaWorld, einen nationalen Schatz, den Sie nach eigenen Angaben "jahrelang" nicht besuchten, überhaupt mal zu besuchen, nicht annehmen ... keine Ahnung davon haben, welche Arbeit zum Schutz und Erhalt [der Natur] dort vollbracht wird ... aber zu im Glauben genug einseitge Informationen zu haben, um diese Institution zu Fall zu bringen, haben Sie sich dagegen entschieden mich bei einem Besuch zu begleiten. Schämen Sie sich.

Als ein stimmberechtigter Bewohner Ihres Distrikts, möchte ich, dass Sie wissen, dass ich furchtbar enttäuscht von Ihnen, meinem Repräsentanten, bin ... nicht nur für Ihre Bereitschaft (warum auch immer) für die falsche Seite einzutreten, sondern auch für Ihren Mangeln an Respekt gegenüber einer Ihrer Wählerinnen, die weiß, wovon sie redet, und gegenüber Dr. Stafford, einer der führenden Tierschützer der Welt, die Sie nicht ansatzweise berücksichtigten.

Die Einladung besteht noch immer und ich würde mich freuen, Sie bei einem Besuch in SeaWorld mitzunehmen und Ihnen zu zeigen, warum ich glaube, dass SeaWorld ein nationaler Schatz ist.

Sehr beunruhigt ... aber weiter machend ...

Carolyn Hennesy

Hennesy wirft Schiff Ignoranz von Gegenargumenten

Hennesy wirft ihrem Repräsentanten vor, sich nur einseitig mit der Frage zu beschäftigen und die Gegenseite weder zu beachten, noch gelten zu lassen. Das beunruhigt sie, denn ein Politiker sollte bei Seiten einer Streitfrag berücksichtigen.

Es reicht eben nicht aus, mal vor Jahren in einem Delfinarium gewesen zu sein und dann zu denken, man wisse, was dort heute passiert. Deshalb möchte sie ihm bei einem Besuch, ihre Sicht der Dinge direkt vor Ort darlegen.

Ein Politiker verfehlt natürlich völlig seine Aufgabe, wenn er sich nur mit einer Seite der Medaille beschäftigt, da er so gar nicht vollumfassend informiert ist. Dass er dann ein Angebot ausschlägt und Materialien ignoriert, nimmt Hennesy aus nachvollziehbaren Gründen als ein Unding wahr.

Schiff wollte Hennesy offenbar als Unterstützer

Die Ignoranz der Gegenargumente und die Mail nach dem Treffen lassen den Schluss zu, dass Schiffs Treffen mit Hennesy und Dr. Stafford nur dazu diente, sie als Unterstützer für seinen Gesetzesvorschlag zu gewinnen. Der Vorschlag wird gerade aus vielen Richtungen stark kritisiert - so auch von Hennesy und Dr. Stafford. Als ihm dies klar wurde, ließ er nach weiteren Sponsoren suchen und beachtete die Gegenargumente erst gar nicht.

Hennesy stellt sich öffentlich gegen Schiff

Dass die bekannte und einflussreiche Schauspieler in als offenbar ehemalige Wählerin sich nun öffentlich gegen Schiff stellt, ist ein wichtiges Zeichen, weil ihr Wort auch in der Tierschutz-Szene Gewicht hat. Sie setzt sich klar für den Erhalt von SeaWorld und der Haltung der Orcas ein und versteht wie wichtig diese Botschaftertiere für die Art und den Lebensraum, die und den sie vertreten, sind. Früher waren Orcas einfach nur Killerwale und erst die Haltung in Zoos hat den Menschen gezeigt, dass es zwar Raubtiere sind, aber auch liebenswerte Wesen, die es wert sind, geschützt zu werden.

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