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08/10/2015 11:23 CEST | Aktualisiert 08/10/2016 07:12 CEST

So imitiert die CSU die AFD

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Laut neusten Umfragen befindet sich die AfD wieder im Aufwind. Bundesweit liegt sie bei 7 Prozent, in Sachsen holt sie sogar mit 13 Prozent die SPD ein. Die Bayerische AfD liegt mit 9 Prozent an der Spitze der westlichen Bundesländer.

Das ist kein Wunder. Denn die Berufsfunktionäre der Altparteien haben den Bezug zur Realität völlig verloren. Während unsere Bürger täglich mit den Folgen der Migranten-Lawine konfrontiert werden, die Angela Merkel verursacht hat, fliegt die Bundeskanzlerin um die Welt.

Während verunsicherte Menschen Angst um die Zukunft ihrer Kinder haben, präsentiert sich die CSU auf dem letzten Corso Leopold in München mit einem pompösen Stand, an dem man auf schwarzen Ledersofas edlen Sekt schlürfen darf - gekühlt in einem Sektkühler aus echtem Silber. Besser kann eine abgehobene politische Kaste ihre Entfremdung vom Volk nicht zur Schau stellen.

AfD bietet pragmatische Lösungen

Die AfD ist die einzige Partei, die noch die Interessen unserer Bürger vertritt. Mit Mut zur Wahrheit benennen wir die Ursachen der Probleme und bieten pragmatische Lösungen an. Diese bürgernahe Politik zeigt Wirkung: die Altparteien übernehmen unsere Forderungen im Eiltempo. Die SPD ist plötzlich für ein „Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild". Das forderten wir von der AfD schon im Jahr 2013.

Noch schamloser kopiert die CSU alles, was von der AfD kommt: Grenzsicherung, kürzere Asylverfahren, Sach- statt Geldleistungen sowie schnellere Abschiebungen für abgelehnte Asylbewerber - alle das posaunt nun die CSU in die Welt hinein, obwohl sie uns noch gestern für eben diese Forderungen als „rechtspopulistisch" brandmarken wollte.

Seehofers Kronprinzessin Ilse Aigner fiel bei ihrem neuerlichen Gastkommentar für das Handelsblatt nicht mal eine eigene Überschrift ein. Sie half sich mit unserem Motto und titelte: „Mut zur Wahrheit!". So geht Kopieren statt Regieren.

Seehofer agiert planlos

In einem seltenen Moment der Ehrlichkeit gab Horst Seehofer vor laufender TV-Kamera zu: „Berlin hat keinen Plan". Dabei sitzen in eben dieser Berliner Regierung Seehofers Leute, die CSU-Minister sind an dem Versagen dieser ‚Berliner' Regierung beteiligt. Auch wenn ihm das schwer über die Lippen kommt, gibt Seehofer damit zu, selbst keinen Plan zu haben.

Immerhin eine Erklärung für das Abschreiben bei der AfD: Die CSU hat keinen Plan.

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