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16/03/2016 04:42 CET | Aktualisiert 17/03/2017 06:12 CET

Todesstrafe Texas: Coy Wesbrook

Aguru via Getty Images

Coy Wesbrook ist tot

Es war die 8. Exekution dieses Jahr in den USA und die 4. in Texas, dem Bundesstaat, der die Todesstrafe am häufigsten vollzieht. Mit Coy Wesbrook wurde erneut ein wahrscheinlich psychisch kranker Mann durch den Staat ermordet. Der Anwalt Wesbrooks kämpfte mit allen Mitteln. Dennoch gelang es ihm nicht, die Exekution zu verhindern. Er argumentierte, sein Klient sei "geistig behindert" und dürfe darum nicht hingerichtet werden, weil dies in den USA nicht zulässig sei.

Er wollte die Beziehung zu seiner Ehefrau retten und wurde verspottet

Wesbrook beging 1997 fünffachen Mord an seiner Noch-Ehefrau und vier weiteren Personen. Offensichtlich handelte es sich um eine typische Beziehungstat. Wesbrook war dort erschienen mit der Hoffnung, die Beziehung zu seiner Frau könne gekittet werden. Seine Ehefrau und die anderen Teilnehmer der Party verspotteten ihn jedoch. Nachdem er sah wie seine Frau mit zwei Männern von der Party Sex hatte, holte er ein Jagdgewehr und erschoss alle Anwesenden. Ein Nachbar hörte die Schüsse und rief die Polizei. Wesbrook wurde noch am Tatort festgenommen. Aufgrund seiner niedrigen Intelligenz forderte die Verteidigung die Jury auf Gnade zu zeigen. Zumal die Todesstrafe für "geistig Behinderte" in den USA verfassungswidrig ist. Davon unbeeindruckt, empfahl die Jury jedoch die Todesstrafe. Am 2.September 1998 wurde Wesbrook dann zum Tode verurteilt. 18 Jahre wurde er im Todestrakt gefoltert. Coy Wesbrook selbst bedauerte seine Tat sehr. Er wünschte sich, die Zeit zurückdrehen zu können und die Opfer zurückzubringen. Er sagte, all dies wäre nicht passiert, wenn er bei Sinnen und nicht betrunken gewesen wäre. Im Gedenken an Coy Wesbrook... (youtube.com/watch?v=sSoHWJFRPxM)Auch auf HuffPost:
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