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21/10/2015 05:45 CEST | Aktualisiert 21/10/2016 07:12 CEST

Ohio setzt Exekutionen bis 2017 aus

Der Staat hat keine Tötungsgifte mehr

spritze-ohio

Weil dem US-Staat Ohio die nötigen Chemikalien für Hinrichtungen fehlen, hat der Gouverneur John Kasich ein Moratorium von zwei Jahren beschlossen.

Derzeit hatten 12 Gefangene einen Hinrichtungstermin in Ohio. Aufgrund des Erlasses des Gouverneurs werden nun diese Termine auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die letzte Hinrichtung in Ohio fand im Januar 2014 statt. Dabei verwendeten die Henker eine Mischung aus dem Beruhigungsmittel Midazolam und dem Schmerzmittel Hydromorphon. Dies hatte schreckliche Folgen für das Opfer. Siehe folgenden Bericht:

USA foltern Dennis McGuire zu Tode (http://wp.me/p2X1th-72)

Aus diesem Grund will der US-Staat in Zukunft wieder mit anderen Mitteln töten, die dort früher Verwendung fanden. Dabei besteht das Problem, dass das früher verwendete Thiopental, nicht mehr hergestellt wird von Betrieben, die eine entsprechende US-Lizenz haben. Das ebenfalls früher benutzte Pentobarbital wurde von den Herstellern für Hinrichtungen nicht mehr zugelassen.

Wer bei klarem Verstand ist muss sich fragen, was das soll. Warum begnadigt der Gouverneur die Todeskandidaten nicht einfach und beendet damit ihre Pein. Denn dieses Verschieben ist doch nur eine Verlängerung der psychischen Folter der Verurteilten. Anstatt sich endlich für die menschlichste aller Lösungen zu entscheiden, geht also die Suche in Ohio nach neuen Todesdrogen weiter...

https://lancelotarmstrong.wordpress.com/

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Video:„Dramatischer Anstieg": Todesstrafe: In diesen Ländern tötet der Staat immer noch Menschen

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