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18/12/2015 04:54 CET | Aktualisiert 18/12/2016 06:12 CET

Zehn Gründe, warum Tiere keine Weihnachtsgeschenke sind

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Tiere können eine Familie auf wunderbare Weise ergänzen - aber nicht, wenn sie zur chaotischsten Zeit des Jahres an einen ahnungslosen Empfänger verschenkt werden. Wieso das so ist? Hier einige Gründe:

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  1. Man kann sie nicht einfach weiter verschenken. Den peinlichen Rentierpulli von Tante Berta, nutzlosen Schnickschnack und sogar eine geschmacklose Krawatte - sie alle kann man zurückgeben, weiter verschenken oder auf den Dachboden räumen und aus dem Gedächtnis streichen. Aber Tiere sind fühlende Lebewesen, die man nicht verschenken kann, wenn sie nicht zu einer Person passen.
  2. Ein Hund bleibt ein Leben lang - nicht nur über Weihnachten. Klar, das Katzenbaby und der Hundewelpe würden so süß aussehen, wenn sie am Weihnachtsmorgen aus dem roten Weihnachtsstrumpf heraus luken. Aber ein Tier in die Familie aufzunehmen, ist eine wichtige Entscheidung. Schließlich muss man sich das gesamte Tierleben lang um das Tier kümmern. Und denken Sie daran: Ein Hunde- oder Katzenwelpe kann 15 Jahre oder sogar länger Teil Ihrer Familie sein.
  3. Tiere sind nicht wie alle anderen Geschenke. Sie erfordern viel Zeit, Geduld und Geld - all die Dinge, die in der Weihnachtszeit besonders knapp bemessen sind. Wenn Sie diese Weihnachten einen felligen Begleiter verschenken wollen, dann bleiben Sie bei der Version aus dem Spielzeugladen.
  4. Das schlimmste Geschenk aller Zeiten! Der süße Welpe wird wohl kein so tolles „Geschenk" mehr sein, wenn er erst einmal das unbezahlbare Erbstück zernagt, an den Weihnachtsbaum gepinkelt und die ganze Nacht gebellt hat. Und schon gar nicht mehr, wenn sich erst Tierarztrechnungen über hunderte von Euro für Impfungen, Kastration, Entwurmung und Flohbehandlung angesammelt haben - und wir sprechen hier von einem kerngesunden Hund.
  5. Weihnachten ist eine stressige Zeit. Bei all der Gästebewirtung, der Kocherei und dem Besuch bei den Schwiegereltern können die Tage um Weihnachten und Neujahr extrem chaotisch werden. Selbst einem Tier ohne größere Probleme würde es zu dieser Zeit schwer fallen, sich in einem neuen Zuhause einzuleben.
  6. Man trägt dazu bei, dass noch mehr Tiere heimatlos werden. In den Tagen, Wochen und Monaten nach der Weihnachtszeit, platzen die eh schon überfüllten Tierheime des ganzen Landes aus allen Nähten. Sie erhalten all die Tiere, die zu Weihnachten verschenkt und dann zusammen mit dem Weihnachtsbaum wieder ausrangiert werden. Das geschieht leider häufig, wenn der Reiz des Neuen nachlässt oder wenn die Halter erkennen, dass es ein Vollzeitjob ist, sich um einen aufgeweckten Hunde- oder Katzenwelpen zu kümmern.
  7. Die Konsequenzen sind furchtbar. Viele Tierheime erreichen schon in den ersten Wochen des neuen Jahres ihre Aufnahmekapazität. Denn in dieser Zeit kommt der größte Schwung an Tieren nach Weihnachten. Die Tierheimmitarbeiter müssen dann die herzzerreißende Aufgabe übernehmen, gesunde und liebe Katzen und Hunde einzuschläfern, weil es nicht genügend neue Plätze und Ressourcen für sie alle gibt.
  8. Kinder können nicht alleine Verantwortung übernehmen (nun ja, einfach weil sie Kinder sind). Es ist wunderbar, seinen Kindern Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln. Aber wenn die Liebe zum neuen Welpen erst einmal nachlässt (und das geht oft schneller, als man denkt), dann müssen die Eltern den Dreck wegräumen - im wahrsten Sinne des Wortes.
  9. Ein Tier geht ganz schön ins Geld. Für Nahrung, Spielzeug, Versicherungen, Impfungen und Tierarztrechnungen kommt schnell einiges zusammen. Dem Verein The People's Dispensary for Sick Animals zufolge, kostet ein Hund im Verlauf seines Lebens zwischen 20.000 und 40.000 Euro. Sicher wollen Sie zu Weihnachten niemandem solche Kosten aufbrummen.
  10. Tiere gibt es nicht in „Einheitsgröße". Alle Hundewelpen, Kätzchen, Kaninchen und Frettchen sehen süß aus - aber das heißt nicht, dass sie alle zu der Erfahrung, der Persönlichkeit und dem Aktivitätslevel des Beschenkten passen. Deshalb ist es wichtig, dass ein Tier dem Lebensstil und dem Temperament der Person entspricht, die von nun an für das Tier verantwortlich sein wird.

Wenn einer Ihrer Lieben wirklich dazu bereit ist, sich ein Leben lang um ein Tier zu kümmern und auch genug Zeit, Geld, Geduld und Liebe zu bieten hat, dass verschenken Sie einen Gutschein für das örtliche Tierheim. So kann der oder die Beschenkte entscheiden, welches Tier am besten zu ihm oder ihr passt - und auch, ob der Zeitpunkt stimmt. Damit verschenken Sie nicht nur bedingungslose Liebe und einen treuen Gefährten - sondern auch noch das Geschenk des Lebens an ein heimatloses Tier.

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