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01/08/2015 07:09 CEST | Aktualisiert 01/08/2016 07:12 CEST

Familien brauchen Flexibilität

thinkstock

Viele ältere Menschen sind nach ihrem Erwerbsleben von Altersarmut bedroht. Sie können von ihrer Rente nicht oder nur knapp leben und müssen zusätzliche Hilfen, z.B. in Form der sogenannten Grundsicherung, in Anspruch nehmen. Besonders betroffen sind Frauen, die oft aufgrund von Kindererziehungszeiten nicht oder weniger erwerbstätig waren als Männer. Sind diese Personen dann im höheren Alter pflegebedürftig, stellt sich schnell die Frage, wie eine angemessene Betreuung finanziert werden kann.

Mit dem im Frühjahr 2014 beschlossenen Rentenpaket haben wir Gerechtigkeitslücken bei der Rente reduziert und die Lebens- und Arbeitsleistung von Millionen Frauen und Männern anerkannt. Dabei war für uns die Mütterrente der vorrangigste rentenpolitische Fortschritt. Mit der Mütterrente verbessern wir die rentenrechtliche Situation von Müttern mit vor 1992 geborenen Kindern mit einem zusätzlichen Entgeltpunkt.

Das ist eine klare Anerkennung der Erziehungsleistung und reduziert weitgehend die bestehende Gerechtigkeitslücke bei der Bewertung von Kindererziehungszeiten zwischen älteren und jüngeren Frauen mit Kindern. Im Ergebnis hat die CSU-Landesgruppe damit eine langjährige Forderung durchsetzen können.

Darüber hinaus gilt: Familien brauchen Flexibilität. Das gilt nicht nur für die Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern besonders für die Frage, wie sich die Betreuung von pflegebedürftigen Familienangehörigen sicherstellen lässt.

Deswegen haben wir zusätzlich zum Pflegezeitgesetz zum 1. Januar 2015 die Familienpflegezeit eingeführt. Dadurch erhalten Beschäftigte die Möglichkeit, Angehörige zu pflegen ohne ihre Erwerbstätigkeit vorübergehend aufzugeben. Bis zu 24 Monate ist eine teilweise Freistellung bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 15 Stunden nun möglich. Während dieser Zeit besteht zudem ein Anspruch auf finanzielle Förderung durch zinslose Darlehen. Das ist eine sinnvolle und entlastende Erweiterung des Pflegezeitgesetzes, wonach bereits eine vollständige Freistellung von bis zu sechs Monaten möglich war.

Diese Maßnahmen sind aus Sicht der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ein richtiger und wichtiger Schritt, um Familien die nötigen Freiräume zu schaffen, damit sie füreinander Sorge tragen können.


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