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22/05/2014 07:50 CEST | Aktualisiert 22/07/2014 07:12 CEST

Wie das Internet der Dinge unser Leben zukünftig beeinflusst

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Das Internet der Dinge ist DER Trendbegriff des Jahres. Wer ihn dennoch nicht kennt, hat bestimmt schon mal etwas von Smart Home oder Connected Car gehört. Gemeint ist damit die Vernetzung von konkreten Gegenständen mit dem Internet. Das kann der Kühlschrank sein, der automatisch Milch online nachbestellt, wenn die alte zur Neige geht. Das kann das Fenster sein, das sich öffnet, wenn die Temperatur ansteigt. Oder das Auto, das von alleine einparkt. Die reale Welt wird mit der virtuellen vereint. Schalter, Sensoren und Software machen es möglich. Das Internet der Dinge kennt keine Grenzen - alles was in irgendeiner Art und Weise aktiv oder passiv mit dem Internet gekoppelt werden kann, wird vernetzt. Die Möglichkeiten sind endlos!

Was macht diese Technologie so einzigartig?

Noch vor fünf Jahren war der Gedanke an eine solche Vernetzung Science Fiction. Denn die notwendige Technologie dahinter war viel zu teuer. Zudem hätte man wahrscheinlich einen Doktor in Elektroingenieurwesen gebraucht, um sie anwenden zu können. Und seien wir ehrlich - die meisten von uns haben davon herzlich wenig Ahnung, für mich kann ich das zumindest bestätigen.

Auf einen Knopf drücken oder eine App installieren, das kann ich jedoch. Sehr viel mehr ist heute für den Anwender auch nicht nötig. Denn dank der technischen Entwicklungen der letzten Jahre und einer Vielzahl an fähigen Ingenieuren (herzlichen Dank an dieser Stelle!) ist das Internet der Dinge heute zu erschwinglichen Preisen und für die Allgemeinheit zugänglich - und für Jedermann bedienbar!

Auch die Politik erkennt das Potenzial dieser Entwicklung. So hat beispielsweise der britische Premierminister David Cameron eine engere Zusammenarbeit mit Deutschland angekündigt, um das Internet der Dinge zu erforschen. Insgesamt 45 Millionen Pfund (54 Millionen Euro) will er beisteuern.

Mehr als genug Gründe, um sich mal genauer anzusehen, wie das Internet der Dinge unser Leben in Zukunft beeinflussen wird.

Bisher hatte jedes Gerät seine eigene Funktion - der Lichtschalter schaltet das Licht ein und aus, der Drehknopf an der Heizung war für die Regulation der Temperatur zuständig. Mit der Entwicklung von Mikroprozessoren kann heute jedoch alles integriert und miteinander vernetzt werden - beispielsweise die Bewegungssensoren, der Lichtschalter oder auch das ganz normale Thermostat.

Geräte aus dem Haushalt werden an sogenannte „Smart Home Hubs" angeschlossen. Auf diese Weise lässt sich die Haustür mit dem Handy öffnen. Man wird alarmiert, sobald jemand anderes das Haus betritt oder das Smartphone sendet ein Bild der Person, die aktuell vor der Tür steht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Da reagieren auch die großen Konzerne drauf. So hat beispielsweise Google das Unternehmen Nest aufgekauft - einen Hersteller von Rauchmeldern und Heizungsthermostaten. Nest wurde von ehemaligen Apple-Ingenieuren gegründet und entwickelte unter anderem ein lernfähiges Thermostat, das automatisch Heizprofile erstellt. Dieses Thermostat erkennt, wann Jemand zu Hause ist und regelt die Temperatur nach dessen Vorlieben. Ein weiteres Produkt von Nest ist ein vernetzter Rauchmelder, der das giftige Gas Kohlenmonoxid (CO) erkennt. Im Falle eines CO-Alarms wird damit die Heizung und so ein möglicher Giftverursacher, abgeschaltet.

Fazit

Die Entwicklung des Internets der Dinge ist das Ergebnis der Fähigkeiten und Visionen unserer heutigen Software-Ingenieure. Denn die Veränderung findet nicht bei unserer Hardware statt, sondern die Software macht den Unterschied. Wenn die jeweiligen Komponenten erst einmal standardisiert und zu geringen Kosten produziert werden, wird der intelligente Lichtschalter nur ein paar Euro mehr kosten als der nicht-vernetzte Schalter und damit für Jedermann erschwinglich sein.

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