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15/10/2014 04:21 CEST | Aktualisiert 15/12/2014 06:12 CET

Opas Koch- und Küchentipps - Heute: Spinat

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Opa kocht leidenschaftlich gerne und - so sagen jedenfalls seine Gäste - auch ausgesprochen gut. Gleiches gilt natürlich für Oma. Die Erfahrungen, die beide über alle die Jahre in der Küche gesammelt haben, hat Opa jetzt für die Huffington Post Deutschland aufgearbeitet und wird sie künftig wöchentlich als „Opas Koch- und Küchentipps" veröffentlichen.

Heute geht es um das Thema „Spinat".

Also, ich esse ja gerne Spinat. Ob ich das als Kind schon getan habe, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Was ich aber weiß, ist, dass Generationen von Kindern das grüne Gemüse überhaupt nicht mochten und zum Teil auch heute noch nicht mögen.

Selbst der Comic-Seemann Popeye, der seit 1929 Spinat zur Gewinnung übernatürlicher Kräfte gleich dosenweise konsumiert, konnte den Nachwuchs bislang nicht umstimmen - ganz zum Verdruss von Eltern oder Großeltern.

Denn viele von ihnen glauben nach wie vor, dass Spinat sehr eisenhaltig und damit besonders gesund sei. Dabei ist das eine Mär, die sich ungeachtet ihres Wahrheitsgehaltes hartnäckig hält. Denn Ende des 19. Jahrhunderts soll ein Lebensmittelanalytiker beim Notieren der Untersuchungswerte des Spinats aus Versehen das Komma um eine Stelle nach rechts verrückt und ihm damit einen zehnfachen Eisengehalt bescheinigt haben.

Ein englischer Arzt, der diese Geschichte so erzählt, wird von der Wochenzeitung DIE ZEIT mit den Worten zitiert: "Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehrt."

Jedenfalls wurde in Deutschland bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts der Messfehler bereinigt und der Eisengehalt von Spinat zwischen 2,5 und 3,5 Milligramm pro 100 Gramm angegeben. Auch wenn sich der Eisengehalt in Grenzen hält, ist Spinat mit seinen großen Mengen an Vitaminen und Beta-Karotin aber dennoch sehr gesund.

Was soll ich sagen? Nicht dass das Drama und das Quälen von Kindern deswegen weitergeht: Broccoli oder Möhren sind auch gesund.

PS: Es wird auch behauptet: Spinat soll man nicht aufwärmen. Grundsätzlich ist auch das nicht richtig, insbesondere heute in einer Zeit, in der wohl jeder Haushalt einen Kühlschrank hat.

Wenn man also den Spinat über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und ihn am nächsten Tag auf über 70 Grad wieder erwärmt, sollte der Verzehr für einen Erwachsenen kein Problem darstellen. Bei Babys sollte grundsätzlich auf Spinat wegen des hohen Nitratgehaltes verzichtet werden.

Mehr zum Thema Kochen findet sich auf Opas Blog.