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06/07/2015 14:11 CEST | Aktualisiert 06/07/2016 07:12 CEST

Wild von XOV CD Kritik

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Alles begann mit einer Mail. In dieser war ein Link zum Video „Lucifer" von XOV. Angeklickt, angehört und für gut befunden. Allerdings hegte ich Zweifel, dass das Album wirklich das Level halten kann.

Aber es kam trotzdem einige Tage später per Post und wurde auf meinem Rechner seitdem relativ oft gespielt. Nach einiger Zeit war das Ergebnis ziemlich ernüchternd. Meine Befürchtungen schienen sich zu bestätigen. Trotzdem lief es weiterhin.

Lorde hat XOV als „uneheliches Kind von The Weeknd und James Blake" beschrieben. Letzteren kenne ich nicht gut genug - nicht meine Musik - und kann daher nicht sagen, ob es stimmt. Doch, was The Weeknd betrifft. Also, wirklich. XOV gefällt mir wesentlich besser als The Weeknd. Vor allem „Lucifer" (auch die Naked Version) und „Wild" scheinen die unübertroffenen Hits des Albums zu sein.

Auch gut sind Stücke wie „Blood Honey", „Boys don't Cry", „Money" und „Black Ocean". Wobei es hier schon schwankt. Mal sind es nur einige Momente, die ich in den Stücken gefunden habe und welche mir gefallen. Der Rest bewegt sich ebenfalls im relativ langsamen Bereich, wie alles vom Album. Doch die anderen Stücke fallen vor allem dadurch auf, dass die auch nach mehrmaligen hören nicht zu den Ohrwürmern gehören wollen. Sie weigern sich einfach.

Dennoch, die Stücke, die ich hier befürworte haben The Weeknd viel voraus. Sie gefallen mir. Weeknd nicht. Die „Naked Version", die um ein Vielfaches ruhiger ist als die „normale" Version, ist nach einigen Songs, die mir nicht gefallen, nicht nur ein Segen, sondern auch ein würdiges Ende einer Platte, die so gut begonnen hat aber von vielen Stücken leider wieder in den mittleren Bereich gedrückt wurde.

Dabei ist die Mischung aus düsterem Pop und elektronischen Elemente zwar nicht neu, aber sie klingt, was nicht allzu oft vorkommt, hier bei einigen Stücke sehr vielversprechend. Für ein Debüt ein gutes Ergebnis.

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