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12/08/2015 07:26 CEST | Aktualisiert 12/08/2016 07:12 CEST

Versengold im "Short & Sweet"-Interview

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(c) Versengold; Auf dem Bild: Versengold

Mit einem Mitglied der Band Versengold konnte ich kürzlich ein "Short & Sweet"-Interview machen. Anbei das Ergebnis mit ausführlichen Antworten. Außer bei den Fragen 6 und 7, die offene Fragen sind und demzufolge je nach Geschmack hätten ausgefüllt werde können. Viel Spaß beim Lesen, es lohnt sich dennoch.

1. Zu welchem Song hast Du kürzlich erst noch mitgesungen und war das vor oder ohne Publikum?

Ui, ich singe ja schon bei einigen Songs mit, da ist es gar nicht so einfach, sich zu erinnern, welches nun der letzte war! Allerdings schone ich meine Stimme meistens, wenn ich zu Hause bin - wir haben ja gerade Saison, da ist die Belastung schon ziemlich hoch. Insofern schätze ich, der letzte Song war „Ich und ein Fass voller Wein" am Ende unseres letzten Konzerts...

2. Vor einem Konflikt weg laufen oder eine Lösung suchen?

Vom Typ her bin ich eher konfrontativ und löse Konflikte gern im direkten Gespräch unter vier Augen. Das führt dazu, dass man bei mir immer sehr schnell weiß, woran man ist. Allerdings wäre es in meinem Fall sicher ab und zu ratsam, etwas Ruhe einkehren zu lassen, bevor man ein Problem angeht ?

3. Mit einer Zeitmaschine würde ich zurück oder vorwärts reisen und zu welchen Zeitpunkt?

In die Zukunft zu reisen, bedeutet, sich die Überraschung auf das zu nehmen, was noch kommt - das würde ich also nicht wollen. In der Vergangenheit gibt es natürlich eine Menge Events, die einen Besuch wert wären.

Ich würde auch sehr gerne mal ein paar Worte mit Johann Sebastian Bach oder Franz Schubert wechseln, Stradivari beim Geigenbau über die Schulter sehen oder mir von Paganini ein paar Tricks zeigen lassen. Das sind so viele verlockende Möglichkeiten, da könnte ich mich gar nicht entscheiden!

4. Glaubst Du dass das Leben und alles drumherum vorher bestimmt ist?

Ich glaube, dass jeder Mensch eine Wahl hat und die Möglichkeit, sein Leben selbst zu bestimmen. Und das Glück und Pech stark davon abhängen, wie sehr man sich auf sich selbst und seine Stärken verlässt.

Natürlich gibt es trotzdem immer wieder Momente, in denen man merkt, dass man keinen Einfluss hat. Aber im Großen und Ganzen wird man glaube ich glücklicher, wenn man sein Heil in sich selbst sucht, und nicht in irgendwelchen höheren Mächten wie Glück oder Schicksal.

5. Welche drei Dinge würdest gerne manipulieren und wieso?

Die Zeit - davon habe ich irgendwie nie genug! Die Schwerkraft, einfach weil so ein bisschen rumfliegen schon verdammt cool wäre. Und mein Konto. Da dürfte ruhig auch mal was drauf sein ;-)

6.Ich wünschte ich hätte ... gesagt

?

7.Ich würde jeden ... küssen

?

8. Was sind die besten beziehungsweise schlechtesten Bandnamen, die Du jemals gehört hast?

Wir haben mal im Bandbus gewitzelt, dass es ziemlich einfach ist, sich als Mittelalter-Band einen Namen zu geben. Man nehme zwei Würfel, schreibe „Nacht, Wolf, Mond, Sturm, Blut, Rabe, Schrei, Tanz" darauf, und lasse den Rest vom Zufall bestimmen.

Schon faszinierend, auf wie viele real existierende Bands man dann kommt! In einigen davon sind allerdings sehr hochkarätige Musiker am Werk, deswegen sollten diese Witzeleien über Bandnamen keinesfalls allzu ernst genommen werden.

9. Erzähl doch bitte etwas über Dein / euer neues Projekt / Release.

„Zeitlos" ist unser siebtes Studioalbum und in vielerlei Hinsicht ein bedeutende Zäsur für die gesamte Band. Noch nie haben wir so viel Zeit und Aufwand in ein Album investiert. Auch die musikalische Entwicklung in Hinblick auf die vergangenen Alben ist beträchtlich - von der mittelalterlich anmutenden Marktmusik haben wir einen beherzten Schritt in Richtung modernerer Folk-Musik gemacht, ohne dabei unsere Wurzeln außer Acht zu lassen.

Textlich ist „Zeitlos" so nah an Malte, wie es nur sein kann. Statt, wie bisher, in historisch anmutender Lyrik eine Thematik zu behandeln, geht es in diesem Album ganz direkt um Maltes und unsere realen Lebenswelten und unsere ganz persönlichen Anliegen.

Warum muss man eine mittelalterliche Geschichte daraus machen, das man z.B. Krieg scheiße findet? Das wollten wir direkt sagen. Der Song „die Namen von Millionen" beweist, dass auch diese direkte Art zu texten nicht plump daherkommen muss.

10. Was sind Deine /eure Zukunftspläne?

Ich möchte solange es geht mit Versengold auf der Bühne stehen, tolle Aufnahmen im Studio machen und weiterhin die Musik in den Mittelpunkt meines Lebens stellen.

Schön wäre es, wenn unsere Hörer sich auch weiterhin für unsere Ideen begeistern können, und wir neben unseren treuesten Fans auch neue Gesichter in den Reihen vor unserer Bühne begrüßen dürften. Das wäre für mich die schönste Zukunftsaussicht!


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