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07/12/2016 15:22 CET | Aktualisiert 08/12/2017 06:12 CET

Unheilig - Von Mensch zu Mensch Kritik

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Interessanterweise ist die Ankündigung schon zwei Jahre her. 24 Monate in denen der Graf getourt ist und sein damals letztes Studioalbum „Gipfelstürmer" sowie das 2015 erschienene „MTV Unplugged: Unter Dampf - Ohne Strom" promotet hat. Naja, und da war ja noch eine Abschiedstour sowie das große Abschiedskonzert, im Zuge dessen dann ein weiteres - wirklich - letztes Studioalbum angekündigt wurde. Dieses trägt den Titel „Von Mensch zu Mensch" und ist am 4. November 2016 via Vertigo / Universal Music erschienen. Das finale Konzert von Unheilig fand am 10. September 2016 im ausverkauften RheinEnergieStadio in Köln statt. Einige sind froh wegen des Abschieds, weil aus Sicht der Schwarzen Szene Unheilig schon länger zu kommerziell war, andere hingegen lecken noch 2-3 Monate nach dem Abschiedskonzert ihre Wunden.

Ich halte hingegen nichts von irgendeiner Szenepolizei, die mir sagen möchte, wann etwas nicht mehr zur Szene gehört. Weshalb ich mich auch von dergleichen schon vor Jahren verabschiedet habe und das höre, worauf ich Lust habe.

Vielleicht macht der Graf auch bald Hip Hop, NDH oder Industrial - oder zieht sich komplett aus dem Musikgeschäft zurück. Zumindest vielleicht was öffentliche Auftritte betrifft. „Von Mensch zu Mensch" ist seicht, leichte Kost und man muss jetzt nicht um zwanzig Ecken, um zu verstehen, was gemeint ist oder Zugang zum Text zu finden damit man seine Interpretation davon finden kann.

Für mich ist es einfach ein Abschiedsalbum, dem man es deutlich anmerkt. Da ist weder irgendein „komm mit"-Moment dabei, der mich mitreißen könnte, noch irgendwas, wo meine Füße anfangen würden zu wippen. Es ist eines von vielen Unheilig-Alben und weit davon entfernt sein Bestes zu sein. Eher das Gegenteil wäre der Fall. Da gibt es nicht mal einen Song, den ich in irgendeiner Weise hervorheben möchte. Das ist irgendwie schade, denn für ein letztes Album erwarte ich natürlich etwas sehr Spezielles. Hier ist das einzig Spezielle, dass es das letzte Studioalbum von Unheilig sein soll. Dieses Mal aber wirklich.

Punkte: 3 von 10