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12/12/2015 10:34 CET | Aktualisiert 12/12/2016 06:12 CET

Tragik im Alltag - Glossen von Jens Kirschneck Buchkritik

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„Mein Gesicht wurde so tiefrot wie das meines Mitbewohners, nachdem er sich einst schlafwandelnd aus dem Bett erhoben und im Beisein seiner Freundin über den Fernseher hinweg auf den Heizkörper gepinkelt hatte. ‚Was tust du da?', hatte die Freundin entgeistert gefragt. ‚Ich pisse', hatte der schlafende Mitbewohner erwidert. ‚Du pinkelst auf deinen Fernseher', hatte die Freundin gesagt. ‚Ich kann tun, was ich will, Mama', lautete die Antwort des Mitbewohners. Dann erwachte er und wünschte augenblicklich, er wäre niemals geboren worden." Geschichten aus dem Chaos, das sich Leben nennt.

Das Buch sowie Autor waren mir bis zum Erhalt gänzlich unbekannt, ebenso der Verlag, es würde sich also zeigen wie groß beziehungsweise klein Qualität geschrieben wird. Das meine Sorge fast ohne Grund war, zeigte sich erst im Verlaufe des Buches am Anfang hingegen konnte mich das Geschriebene - die Art - nicht so ganz überzeugen, letztendlich verbesserte sich entweder der Stil oder ich gewöhnte mich daran oder fand automatisch am Gelesenen Wortsalat Spaß.

Das Buch bietet neben 1-Satz kurzen Kurzgeschichten auch mehrere Seiten umfassende Möglichkeiten mit der komischen Tragik im Alltag konfrontiert zu werden. Der Autor macht das ganz hervorragend und läuft zu Höchstform gegen Ende des Buches auf. Eine Menge Spaß erwartet dem Leser hier.

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