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16/08/2015 09:17 CEST | Aktualisiert 16/08/2016 07:12 CEST

Tobias Pelz (Idle Class) im „Short & Sweet"-Interview

2015-08-15-1439672553-7744466-IdleClass_2015_Bandfoto1_Copyright_FabianHoffmann_LowRes.jpg(c) Fabian Hoffmann; Auf dem Bild: Idle Class - Tobias ist der 2. v. rechts

Tobias Pelz, Sänger der Band Idle Class, hat sich den zehn Fragen des „Short & Sweet"-Interviews angenommen und diese ausführlich beantwortet. Wir haben über Wanderungen, Jobs, Musik, Zukunftspläne und anderen Dingen gesprochen. Viel Spaß beim Lesen des Interviews.

1. Tendierst Du eher zu romantischen Spaziergängen oder zu anderen Möglichkeiten - wenn ja welche?

Ich bin eher der Typ für ausgiebige Wanderungen, am liebsten am Meer (Irland) oder in den Bergen. Allerdings kann auch das durchaus romantisch werden, wenn man sich genügend Zeit lässt, um die Landschaft und die Atmosphäre in sich aufzusaugen.

2. Dein miesester Job war?

Da gab es so einige. Aber das Schlimmste war wohl ein Praktikum in einem Chemielabor. Die Angestellten hatten damals ganz offensichtlich keine Lust sich mit einem Praktikanten rumzuschlagen und so wurde ich kurzerhand für zwei volle Tage vor eine sich selbst rührende Substanz gesetzt und durfte immer, wenn ein bestimmter Messwert zu weit von der Norm abwich, einen kleinen Knopf drücken, um die Lösung wieder zu neutralisieren, was ungefähr alle zwei Stunden passiert ist. Zum Ende von Tag zwei konnte ich dann einen der Laboranten dabei beobachten, wie er die Flüssigkeit in den Ausguss gekippt hat. Das waren vermutlich die zwei sinnlosesten Tage in meinem bisherigen Leben.

3. Was war das stärkste Getränk was Du je getrunken hast und wo, warum und zu welchem Anlass?

Das dürfte ein italienischer Kräuterschnaps mit knapp 70 Umdrehungen gewesen sein. Ich war so um die 16 und zum ersten Mal mit Freunden in Südtirol im Skiurlaub. Ansage damals war, dass jeder „Frischling" einen von diesen Schnäpsen trinken müsse (war natürlich reine Schikane). Ich habe selten etwas Widerlicheres getrunken. Allerdings habe ich auch seit dem keinen neuen Versuch gewagt. Es ist ja schon was Wahres dran, dass man Essen und Getränke alle paar Jahre noch mal probieren sollte. Vor allem wenn ich so darüber nachdenke, was heute alles auf der Speisekarte steht und ich mit 16 nie angefasst hätte.

4. Welche Musik soll auf Deiner Beerdigung laufen?

Das würde ich nicht entscheiden wollen. Im Grunde kennen alle guten Freunde meine favorisierten Bands und Songs, allerdings geht's ja primär darum, dass einem nahestehende Personen um einen trauern und da würde ich Freunden und Familie ungern etwas aufdrücken wollen, da sollen sie dann lieber selbst entscheiden, was Sie für angemessen halten und was dann am Ende am meisten Trost spendet. Einzige Bedingung wäre, dass es „handgemachte" Musik ist und kein Dosenschlager.

5. Welches Geräusch ist unmöglich im Studio nachzuahmen?

Ein echtes Lachen.

6. In der Wirklichkeit ist dies einfacher als einem gesagt wird:

Ziele und Träume zu verwirklichen. Man bekommt immer schnell von allen gesagt, dass man rumspinnt oder lieber den sichereren Weg gehen sollte, wenn man eine unkonventionelle Lebenseinstellung oder Idee verfolgt. „Einfach mal machen" hat sich bei mir in den letzten Jahren als ganz guter Leitsatz erwiesen. Dann muss man sich auch im Alter nicht damit rumschlagen, dass man bestimmte Dinge nicht erlebt hat und hat mit Sicherheit einen zufriedeneren Lebensabend, als wenn man Dingen nachtrauert, weil man zu vorsichtig war.

7. Die beste musikalische Zusammenarbeit zwischen zwei verschiedenen Genre-Künstler ist Deiner Meinung nach?

Aus rein ergebnisorientierter Sicht würde mir da von Queen und David Bowie „Under Pressure" einfallen, allerdings soll die Arbeit im Studio ja nicht so harmonisch gewesen sein. Aber naja das Ergebnis zählt!

8. Was soll einmal auf Deinem Grabstein stehen?

Ganz schön morbides Interview ? Nichts denke ich, weil ich eigentlich am liebsten verbrannt und irgendwo verstreut werden würde.

9. Erzähl doch bitte etwas über Dein neues Projekt / Release.

Wir fiebern mit Idle Class gerade der Veröffentlichung unseres zweiten Albums „Of Glass and Paper" am 25.09. hin und sind gespannt, wie die Flitzebögen, wie die Reaktionen ausfallen werden. Wobei wir selten so entspannt an ein Release gegangen sind, wie an dieses, weil alles deutlich besser vorbereitet und geplant war, als dies in der Vergangenheit häufig der Fall war. Nicht mal um die rechtzeitige Ankunft der Vinyls müssen wir uns noch Sorgen machen, da wir just gestern von Mirko (Uncle M) die Nachricht bekommen haben, dass die Platten angekommen sind (und das knapp 1,5 Monate vor Release).

10. Was sind Deine Zukunftspläne?

Erstmal geht's jetzt vor der Tour zum Album noch mal ein paar Tage mit der Freundin in den Urlaub und ab Ende September werden wir dann vermutlich pausenlos mit der Band unterwegs sein. Im nächsten Sommer stehen dann hoffentlich viele Festivals auf dem Plan und weiter plane ich erst einmal nicht.

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