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05/12/2016 13:58 CET | Aktualisiert 06/12/2017 06:12 CET

The Answer - Solas Kritik

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The Answer ist eine britische Hardrock-Band aus Newcastle, County Down, Nordirland und wurde von Bands wie Led Zeppelin, Free, The Who, Tesla und The Black Crowes inspiriert. Außerdem waren sie noch als Vorband von der australischen Band AC/DC unterwegs und konnten ordentlich abräumen. Dort und auch mit ihrem Longplayer „Everyday Demons", das ich ebenfalls ziemlich gut fand.

Auf „Raise A Little Hell" aus dem Jahr 2015 konnte man schon Veränderungen ausmachen, diese sind auf „Solas" deutlich ausgeprägter und werden auch dem größten Laien auffallen. Denn soundtechnisch macht die Änderung schon sehr viel aus. Die Band hat sich auf „Solas" (übrigens das gälische Wort für Licht) vom Hardrock eher verabschiedet und spielt hier eine The-Answer-Version des Folkrocks.

Der neugeborene Sohn von Sänger Cormax Neeson namens Dabhog wurde 3 Monate zu früh geboren und wog zu wenig. Vor ihm lagen vier Monate voller Kämpfe im Krankenhaus um sein neues Leben. Darunter eine Operation am offenen Herzen, Bluttransfusionen und sonstigem. Eine sehr dunkle Zeit für die Band, die ebenfalls vor einem Debakel stand.

So macht der Albumtitel schon wieder mehr Sinn und für dieses Risiko alleine, sollte man der Band schon seinen Respekt zollen. Die meisten Künstler wären wahrscheinlich eher auf Nummer sicher gegangen und hätten einen Longplayer aufgenommen, der eine sichere Sache wäre. The Answer haben einen anderen Weg eingeschlagen und mit ziemlicher Sicherheit für die vielen Ereignisse um die Band und speziell dem Sänger textlich verarbeitet. Oder zumindest ein Teil davon.

Insgesamt klingt „Solas" ziemlich anders und doch nach The Answer. Eine Garantie, dass es den alteingesessenen Fans gefällt gibt es für niemanden. Doch mit ein wenig (mehr) Eingewöhnungszeit, kommt ein tolles Album aus der Dunkelheit hervor.

Punkte: 8 von 10