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29/11/2015 10:39 CET | Aktualisiert 29/11/2016 06:12 CET

Seelenficker - Tagebuchroman vom Drogenstrich von Natascha Buchkritik

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Ein Titel der passender nicht sein könnte. Ehrlich. Ich habe bisher das Glück gehabt selbst von den meisten hier geschilderten Dinge verschont zu werden, aber das was ich hier las, hat sich wie der Titel angefühlt. Mag vielleicht daran liegen, dass ich zu nah am Wasser gebaut worden bin oder an meiner Fantasie oder meiner kompletten Persönlichkeit. Dennoch beängstigend.

Selbst Erzählungen Dritter im realen Leben über schlimme Umstände gehen einem nahe, aber das was die junge Autorin Natascha hier abliefert ist eine komplette Abrissfirma die aufgefahren wurde und bereit ist das Kartenhaus der Realität des Lesers einzureißen. Beängstigend nicht wahr? Wenn der Leser merkt mit was für einer Geschwindigkeit dies geschieht wird einem angst und bange.

Ich habe die Kartenhäuser, meine, fallen gesehen und gehört wie die Abrissbirne weiter zuschlug und nichts mehr traf. Ein Schlag ins Leere. Mehr kann niemand ertragen. Die Autorin, die ein solch hartes Leben hinter sich hat, bekommt für das niederschreiben meinen ganzen Respekt. Ich nehme mir nicht heraus zu sagen wie es wirklich ist und sich anfühlt aber dieses Buch liefert einen erschreckenden Eindruck und meine Verachtung für Leute die dieses Angebot nutzen und fördern steigt.

Dieses Buch ist eigentlich ein Muss. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob es zarten Gemütern bekommen wird oder auch Menschen die sich vom Realismus entfernt haben. Aus welchen Gründen auch immer. Natascha schildert in diesem Buch einen Teil ihres Lebens den ich niemanden gönne und wünsche. Harter Tobac und gesellschaftliche wie soziale Kritik zugleich. Eltern die ihre Kinder so leiden lassen, gehören nicht in diese Welt.

Ich weiß auch das ich kaum etwas über dieses Buch geschrieben habe, aber ich vermag den Inhalt nicht in Worte kleiden zu können. Das muss man gelesen haben, sowas kann ich als nicht als unbetroffene Person erzählen. Kaufen, Lesen und weiter empfehlen. Gesellschaftliche Pflichtlektüre!

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