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04/02/2017 09:15 CET | Aktualisiert 05/02/2018 06:12 CET

Parship fordert Wertersatz

Immer wieder kommt es zu bösen Überraschungen. Nicht nur, das viele Singlebörsen mehr als nur einen „Unkostenbeitrag" fordern, man wird auch zwischendurch abgemahnt - zur Irritation vieler ziemlich zügig sogar, anders sieht es aus, wenn man selbst Geld zurückhaben will. Parship hat sich etwas Besonderes einfallen lassen. Eine Frau kündigte nach zwölf Tagen und damit innerhalb der vorgeschriebenen Widerrufsfrist von zwei Wochen ihre Mitgliedschaft. Kurze Zeit später erhielt sie eine Mitteilung für einen sogenannten Wertersatz, den sie zahlen soll. Die Höhe von 306,99 Euro entspricht 75% des Preises für das ursprünglich abgeschlossene Jahresabonnement von 409,32 Euro. Grund: 10 hergestellte Kontakte.

Der Verbraucherschutz rät: Klage einreichen und Geld zurückfordern.

Man soll weder vorschnell zahlen noch vorschnell ihren Widerruf zurücknehmen und damit die Mitgliedschaft, die man ja eigentlich nicht will, weiterführen. Ist eine Rückbuchung des Betrags des Wertersatzes nicht möglich und verweigert Parship dessen Rückzahlung,soll man Klagen einreichen, teilt der Verbraucherschutz mit.

Die Chancen, Geld, das zu viel gezahlt wurde, zurückzuerhalten, stehen gut. Das Amtsgericht Hamburg hat Parship schon mehrere Male dazu verpflichtet an ehemaligen Kunden Geld zurückzuzahlen. Dabei reicht die Spanne von 20,- Euro bis zu mehreren hundert Euro, die sogar zuzüglich Zinsen in Höhe von fünf Prozent von der Partnervermittlung zurückgezahlt werden müssen. (Versäumnisurteile des Amtsgerichts Hamburg vom 12. Januar 2015, Az. 49 C 607/14; vom 10. Juni 2016, Az. 17 a C 121/16; vom 30. Juni 2016, Az. 12 C 85/16; vom 25. Juli 2016, Az. 40 b C 105/16; vom 29. Dezember 2016, Az. 48 C 307/16, vom 25. Januar 2017, Az. 31a C 236/16).

Weitere Informationen bietet der Verbraucherschutz Hamburg an dieser Stelle zum Thema.