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11/03/2016 07:01 CET | Aktualisiert 29/03/2017 14:23 CEST

Ostern und seine Bräuche

Was für Bräuche gibt es zu Ostern? Warum feiern wir dieses Fest? Diese und viele weitere Fragen werden gestellt und beantwortet.

Welche Bräuche gibt es zu Ostern, woher kommen diese und was wird an Ostern gefeiert? All dies möchte ich versuchen, in diesem Artikel zu beantworten. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

Das Osterei

Woran viele sicherlich bei Ostereiern sicherlich nicht denken, sind sogenannte „Easter Eggs". Eine spaßige Ergänzung eines Programms, einer Website, der DVD oder irgendeinem anderem Medium. Dazu gibt es hier einen Artikel namens „Google Easter Eggs - Spaß mit Google".

Der Osterhase

Der Ursprung des Osterhasens ist eigentlich unklar eine der möglichen wäre, dass der Hase ein Symbol der Fruchbarkeitsgöttin Eostre war. Während der Christianisierung bot sich diese Symbolik einfach an. Erst im 17. Jahrhundert gab es eine Erwähnung des Osterhasens und seitdem bringt der Osterhase auch die Ostereier vorbei. Je nach Region waren dies vorher andere Tiere wie ein Vogel oder ein Fuchs.

Das Osterlamm

Das Osterlamm wird zu den Osterfeiertagen gebacken mit einer (Sieges-)Fahne versehen und mit zur Speisenweihe gebracht. Anschließend wird das gebackene Osterlamm zum Osterfrühstück verzehrt.

Agnus Dei („Lamm Gottes") die Symbolik des Lamms im Christentum.

Eigentlich kommt das Osterlamm vom jüdischen Passah-Fest. Dies soll an den Exodus der Israeliten in Ägypten erinnern.

Osterwasser

Das „Osterwasser holen" war eine Tradition für die Frauen in den jeweiligen Ortschaften. Frauen wie Mädchen gingen am Morgen des Ostersonntags los und holten Wasser aus dem Brunnen oder dem Fluß. Dem Osterwasser wurde heilende Kraft zugeschrieben.

Osterfeuer & Osterrad

Die Tradition des Osterfeuers ist in Deutschland sehr verbreitet und mehrere Jahrhunderte alt. Die beliebtesten Tage für das Entzünden eines Osterfeuers sind Karfreitag, Karsamstag oder Ostersonntag, dennoch gibt es - wie man erkennen kann - keinen festgeschriebenen Zeitpunkt.

Dieser Brauch soll sicherstellen, dass der Winter auch aus den letzten Ecken des Ortes vertrieben wird.

Der Brauch des Osterrads ist dahingegen weniger verbreitet kommt aber dennoch vor. Kurz vor dem vollständigen Ausbrennen des Osterfeuers werden Wagenräder mit Stroh und Reisig umwickelt und durch das Dorf beziehungsweise wahlweise einen Hügel hinabgerollt. Dieser Brauch soll sicherstellen, dass der Winter auch aus den letzten Ecken des Ortes vertrieben wird. Das Rad stellt die Sonne dar.

Die Osterkerze

Die Osterkerze wird - wie der Name schon sagt - an Ostern am geweihten Osterfeuer entzündet und geweiht. Danach wird sie benutzt, um das Taufwasser zu segnen. Die Gemeindemitglieder nutzen diese große Kerze dazu, ihre eigenen Kerzen anzünden zu können.

Das Osterfrühstück

Nicht zwanghaft ein kirchliches Vergnügen ist das Osterfrühstück mit den vom Priester gesegneten Eiern und auch dem gebackenen Osterlamm und einigen anderen herzhaften Dingen.

Osterspaziergang & Ostermarsch

Der Osterspaziergang und der Ostermarsch (letzteres ab circa 1960) waren zum Teil auch ein Sehen und Gesehen werden - etwas meiner Meinung nach eher kirchlich verpöntes „Gehabe" an einem mit kirchlichen Hintergrund angebundenen Brauch; wurde aber auch an Anlehnung an der Auferstehung und dem Gang zum Leichnam Jesu - der plötzlich nicht mehr dort war - getan.

Ostermärsche hatten meist eine politische Ausrichtung wie zum Beispiel die Abschaffung der Atomwaffen. Was bis heute nicht geklappt hat, wie man sieht.

Das Osterreiten

Das Osterreiten hat die Bibel nicht zur Basis, soll allerdings die Botschaft der Wiederauferstehung Christi ins nächste Dorf bringen. An der Lausitz findet jährlich das größte Osterreiten mit circa 1500 Reitern statt und jährlich bis zu 30.000 Zuschauern.

Weitere Bräuche zu Ostern

In und außerhalb Deutschlands

Die deutschsprachigen Länder sowie die Niederlande haben gemein, das neben Ostereiern auch Süßigkeiten versteckt werden aber auch kleinere, bunte Eier an Zweigen in Vasen gehangen werden.

In Frankreich beginnt die Suche nach den Süßigkeiten hingegen erst am Ostermontag.

In Frankreich, überwiegend katholischen Regionen Deutschlands sowie in Österreich wird den Kindern erzählt, dass die Glock am Karfreitag nach Rom fliegen und am Ostersonntag gefällt mit den Süßigkeiten zurückkommen. In Frankreich beginnt die Suche nach den Süßigkeiten hingegen erst am Ostermontag.

In Polen wird am Karsamstag die Segnung (Swieconka) der Speisen für das Frühstück am Ostersonntag vorgenommen. Am Ostermontag besprengt man sich gegenseitig mit Wasser (Smigus-Dyngus). Wobei Nassspritzen nicht ganz korrekt man benutzt Eimer, Wasserpistolen und Wasserbomben.

Hartgekochte Eier werden in Griechenland, Russland, Serbien sowie Schweden mit roter Farbe bemalt. Dies gilt als Symbol für das neuerworbene Leben, dass durch das Opfer Christi erworben wurde. In Russland werden Osterspeisen am Karsamstag geweiht.

Die Majiritsa, eine Suppe aus den Innereien des Lamms, welches am Ostersonntag am Spieß gegrillt wird, wird in Griechenland gegessen. Während der Ostertage wird in Griechenland - sowie in vielen / allen orthodoxen Ländern mit Ostergruß „Christus ist auferstanden" gegrüßt. Man antwortet dann „Er ist wahrhaftig auferstanden!".

In Großbritannien, speziell in Wales, begeben sich die Menschen am Ostersonntag in einer Prozession kurz vor Sonnenaufgang auf den nächst gelegenen Hügel, um das Sonnenlicht zu begrüßen. Wer den Aufstieg geschafft hat, schlägt vor Freude drei Purzelbäume.

In Finnland hingegen schlagen sich Freunde leicht mit Birkenruten. Das soll Glück bringen. Außerdem soll es an die Palmwedel erinnern, mit denen Jesus in Jerusalem empfangen wurde.

In den USA wird traditionell ein Osterei gerollt. Und zwar vor dem Weißen Haus. Jedes Kind bekommt ein vom Präsidenten und der First Lady signiertes Holzei.

Auf den Phillippinen denkt man, das Kinder an Ostern besonders gut wachsen und hebt sie deshalb am Kopf hoch.

In Down Under, Australien also, bringt der Osterbilby, nicht der Osterhase, die Sachen. Das Beuteltier mit den Schlappohren gibt es dort auch als Süßigkeiten. Verlobte hingegen schöpfen fließendes Wasser, behalten dies bis zur Trauung auf und besprenkeln sich dann damit mit Wasser. Das soll Glück für die Ehe bringen.

Es existieren noch viele weitere Traditionen zu den Osterfeiertagen auf der ganzen Welt!

(Wurde zum ersten Mal im Jahr 2013 veröffentlicht.)

Ergänzt wurde der Artikel am 29.03.2017.

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