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26/12/2015 08:35 CET | Aktualisiert 26/12/2016 06:12 CET

Monsters Of Art - 20 Years of Havoc von Amber Grünhäuser Buchkritik

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Die Crew Monsters Of Art feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und das nicht ohne Grund. Das Team von The Run hat sich dem Buchprojekt gewidmet und nun liegt es auch in gedruckter Form vor. Im Buch enthalten sind nicht nur Bilder dieser Graffiti-Crew sondern auch ein Interview welches sich über das ganze Buch erstreckt und mit vielen Anekdoten gespickt ist.

Über 200 Seiten MOAS-Geschichte gibt es hier zu sehen und zu lesen. Inklusive Geschichten von Aktionen während der Nacht, unglaublich klingenden Jagden und zahlreiche Fluchten und natürlich Züge, Züge und nochmals Züge.

Wieso denn Züge? Nun, die Monsters of Art Crew hat vornehmlich sogenannte Whole Trains gemacht, sprich entweder einen kompletten Zug innerhalb einer Nacht oder zumindest einen oder mehrere Abteile besprüht. Und, ich weiß, vielen mag dies vielleicht nicht liegen und genauso viele tun dies als Schmierereien ab. Irgendwo kann ich es nachvollziehen aber einiges sind eben dann doch nicht nur Schmierereien sondern schon Kunstwerke.

Monsters of Art sind in Kopenhagen zu Hause haben aber nachdem sie Dänemark unsicher gemacht haben auch auf andere Länder und Kontinente (!) ausgeweitet so, dass es nicht nur im Heimatland sondern auch in New York, London, Deutschland und einigen anderen Ländern „Pieces" zu sehen gibt, die auf MOAS zurück zu führen sind.

Fakt ist, dass Buch dürfte in diesem Format genauso wie die anderen aus der On The Run - Reihe sehr exklusiv sein. Denn, ich glaube kaum, dass eine Crew, die das Interesse eines Verlages wecken kann aufgrund ihres Bekanntheitsgrades unnötig viele Interviews gibt. Denn das würde bedeuten, dass die Crew sich einem unnötigen Risiko aussetzt.

„Monsters of Art - 20 Years of Havoc" bietet weit mehr als Schmierereien und ein Interview sondern auch ein Einblick in die Tätigkeit, Herangehensweise und vielen anderen Aspekten, die einem - wie mir - ohne Kenntnisse einer derartigen Szene nur mit offenen Mund sitzen lassen. Ein wahnsinnig ausführlicher Einblick in das künstlerische Schaffen eine großen Crew. Sehr interessant und überaus lesenswert.

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