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12/01/2016 05:55 CET | Aktualisiert 12/01/2017 06:12 CET

Manchinelbaum - Der Baum des Todes

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Hippomane mancinella, the Death Apple --- (c)

Dick Culbert; Creative Commons Licence 2.0

Der Manchinelbaum (Hippomane mancinella) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Sein Vorkommen liegt in Florida in den Vereinigten Staaten, den Bahamas, der Karibik, Zentralamerika und dem nördlichen Südamerika vor.

Der Name „Manchinel" (auch „manchioneel") soll vom spanischen Wort manzanilla („Äpfelchen") kommen Heute lautet der spanische Name „Manzanilla de la muerta" („Äpfelchen des Todes"). Das kommt daher, weil der Manchinelbaum zu einer der giftigsten Bäume weltweit zählt.

Die Spanier nannten den Baum als sie ihn entdeckten „arbol de la muerte", was „Baum des Todes" bedeutet. Obwohl die Hauptgefahr in der Frucht liegt, kann schon das Berühren der Rinde zu Verbrennungen führen. Die Einnahme der süß-schmeckenden Frucht kann zu Erbrechen, Durchfall und Herzproblemen führen.

Nicola Strickland, Fachärztin für Radiologie, schrieb über ihren Karibik-Urlaub in Tobago als sie die Frucht für einen „crab apple" („Wildapfel") gehalten hat. Sie nahm einen kleinen Bissen zu sich und spürte nur wenige Momente später einen „pfeffrigen" Geschmack in ihrem Mund gefolgt von einem Brennen. Innerhalb von Minuten raubte ihnen der kleine Biss den Atem, da sich die Atemwege schlossen. Es folgten starke Schmerzen in ihren Nacken, da das Toxin in ihre Lymphknoten drang. Strickland und ihr Freund können sich glücklich schätzen noch am Leben zu sein. Es wird spekuliert, dass es an der kleinen Menge lag, dass die beiden noch leben.

Der Baum beherbergt viele Gifte. Doch Phorbol wird die Hauptwirkung zugeschrieben. Das erschreckende an diesem Baum ist aber wohl, dass jeder Teil, Rinde, Saft, Frucht, etc., diese Gifte enthält.

Es gibt sogar Geschichten über karibische Stämme, die den Saft als ein „au naturel"-Folterwerkzeug verwendeten. Sie sollen die Gefangenen an die Bäume gefesselt haben und warteten anschließend auf Regen. Dieser wusch den Saft, verdünnt zwar aber immer noch stark, über die Körper der Opfer. Kontakt mit der Haut verursachte Blasen, Verbrennungen und starke Irritationen.

Verbrennen des Baumes hilft übrigens auch nicht. Der dadurch entstehende Rauch verursacht starke Irritationen im Auge und kann sogar zu einer temporären Blindheit führen.

Verschiedene Leguane sollen schon im Baum gesichtet worden sein und können laut Aussagen sogar die Frucht essen.

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