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17/11/2015 10:18 CET | Aktualisiert 17/11/2016 06:12 CET

Liz Hoppe im „Short & Sweet"-Interview

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(c) Liz Hoppe; Auf dem Bild: Liz Hoppe

Die in Spanien lebende Autorin Liz Hoppe beantwortete die zehn Fragen aus der Short & Sweet Interviewreihe. Das Ergebnis könnt ihr hier lesen und findet es hoffentlich ebenso unterhaltsam.

1.Wann klingelt unter der Woche Dein Wecker?

Dank meinen spanischen Arbeitszeiten erst, wenn die Sonnenstrahlen bereits auf meinem Fenstersims tänzeln und das Frühstücksfernsehen in Begriff ist, seinen thematischen Höhepunkt zu erreichen.

2.Was gehört bei Dir auf den Frühstückstisch?

Schwarztee. Alles andere darf gerne Farbe bekennen, zum Beispiel die Tageszeitung.

3.Wogegen hast Du Dich einst aufgelehnt, das Dir aus heutiger Sicht nur noch lächerlich erscheint?

In einer Lebensphase, in der meine Eltern im schwierigen Alter und ich verhaltenskreativ waren, hatte das Wort ANTI durchaus eine gewisse Anziehungskraft. Mittlerweile hat mir das Wort zu viele Buchstaben, PRO geht nun viel leichter über die Lippen.

4.Was für eine Art Frau bist Du? Wie würdest Du Dich beschreiben?

Mein Charakter gleicht dem meines Nachbarhundes: ich bin menschenfreundlich, gesellig, belle oft lauter als mir lieb ist und pinkle ab und zu jemanden ans Bein. Dabei liebe ich es, wenn man mir das Fell krault.

5.Gab es jemals eine Frau / einen Mann, die / der Dich vor die Wahl gestellt hat: ich oder die Schreiberei?

Als Hobbyschreiberin wäre ein „Ja" auf diese Antwort mit Sicherheit überzogen. Der Kampf um die Anzahl der Bücher im Wohnzimmerschrank steht hingegen weit oben auf der Liste unsinniger Partnerschaftsdiskussionen.

6.Wie würdest Du einem Kenner der Szene Deine Arbeit beschreiben?

Antipop-Literatur, Poesie, Gegenwartsfragmente. Ein Stil- und Genreexperiment.

Texte, die nichts vorgeben sollen außer den Buchstaben, die erst durch den Leser ein Eigenleben, eine Interpretation, eine Wertung bekommen.

7.Was nervt Dich momentan an der Menschheit am meisten?

Dass immer noch mehr Mauern als Brücken gebaut werden.

8.Wie definierst Du für Dich gute Musik?

Gute Musik ist, wenn die Füße nicht still halten und der Kopf nicht anders kann, als abzuschalten.

9.Bitte erzähl unseren Lesern Etwas über das aktuelle Projekt, woran Du arbeitest.

Momentan kritzle ich Notizzettel voll und sammle Eindrücke. Es wird definitiv um Barcelona gehen und um die Zeit, der wir alle wie ausgehungert hinterher eifern.

10.Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Mein einziger Zukunftsplan besteht darin, die Gegenwart weiterhin voll auszukosten und so gut und häufig es geht, genau das zu tun, was mich glücklich macht. Vielleicht klingt das ein bisschen illusorisch, im Grunde kann ich das jedoch jedem nur empfehlen.

*** Erstmals im März 2014 erschienen. ***

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