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03/12/2015 12:26 CET | Aktualisiert 03/12/2016 06:12 CET

Kinder des Judas von Markus Heitz Buchkritik

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Leipzig im Jahre 2007. Dort ist Sia, der gute Geist eines Krankenhauses zu finden. Dass das nicht immer so war, kann sich jeder denken. Die Gründe dafür sind vielseitig und tiefgründiger, als es bei einer Person wie Sia es ist, den Anschein hat. Im Krankenhaus steht sie denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein wollen und die Gesellschaft einer weiteren Person zu schätzen wissen.

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Jeder Beobachter eines solchen Moments wird sie für ein gutmütiges Wesen, vielleicht auch einen Engel, halten, aber nur aus purer Unwissenheit. Niemand weiß wer sie ist oder besser gesagt was sie ist.

Sia trägt schon seit vielen Jahren ein Fluch mit sich, er beinhaltet die Wünsche zahlreicher Menschen: Jung sein, Schönheit, langsameres Altern und vieles mehr. Doch was sich andere Wünsche und als positive Veränderung erachten würden, ist für Sia nicht erst seit gestern Realität und Fluch zugleich.

Starke Story

Der Titel des Buches hat mich in Zusammenhang mit Vampirismus "ein wenig" verwirrt, das klärte sich zum Teil im Buch auf, aber nichts desto trotz habe ich es nachher außer Acht gelassen, da mir das Ganze zu wirr gesponnen erschien.

Judas Ischariot in Verbindung mit Vampiren zu sehen, ist ungefähr so unwahrscheinlich wie ein Wohnzimmerkonzert von Saga, AC/DC und Co. bei mir in der Wohnung. Ich lasse das also besser mal.

Das 700 Seiten starke Buch beweist nicht nur eine Stärke durch die Seitenanzahl sondern auch mit der Story. Denn Scylla oder Hel, wie sich Sia nennt, lebt nun schon seit einiger Zeit auf diesem Planten und war vor langer Zeit Mitglied innerhalb einer Cognatio (lat. für Blutsverwandschaft), die Judas Ischariot als führende Person mit Vorbildsfunktion auserkohren haben.

Zugleich waren die Mitglieder der Cognatio auch Vampire. Arrogant, egoistisch und weiteres kombiniert mit mehr oder weniger guten Eigenschaften. Das Mädchen von einst wurde dort ebenfalls durch ihren Vater Mitglied. Daran erinnert sich Sia im Jahre 2007 als sie in Leipzig lebt und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Wechsel zwischen Neuzeit und Vergangenheit

Wie schon erwähnt halte ich die Story für gelungen, allerdings weiß ich nicht, ob die Verbindung zwischen Judas Ischariot und Vampiren als gelungen angesehen werden kann beziehungsweise sollte. Aber auch ich sagte vorher das ich das besser außer Acht lasse. Soll also in dieser Hinsicht nicht wieder vorkommen.

Jedenfalls finde ich die Story durchaus gelungen und auch der Wechsel zwischen Neuzeit / Gegenwart und den vergangenen Tagen von Sia finde ich durchaus gelungen. Die Hobbys von Sia finde ich auch nicht gerade ohne und durchaus gelungen. Lässt die Figur um einiges lebendiger Wirken als es ohne der Fall wäre.

Ein Buch für Fans von Markus Heitz, eines für Vampirfans und eines für Christen gleichermaßen. Interessant ist es in jedem Fall, denn laut Markus Heitz basieren nicht gerade wenige Dinge auf geschichtliche Fakten - was in diesem Fall nichts anderes bedeutet das es jemand niedergeschrieben hat und es Markus Heitz während der Recherche in die Finger gefallen ist. Gut umgesetzt!

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