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31/01/2016 13:57 CET | Aktualisiert 31/01/2017 06:12 CET

Mit 11 wurde mein Körper zur Ware von Kerry Cohen Buchkritik

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Mit elf Jahren lernt die Autorin Kerry Cohen, wie Männer auf sie reagieren. Wie Männer ganz generell auf kleine Mädchen reagieren. Sie denkt, sie sei noch zu jung für die Liebe und Sex zu haben sei das gleiche.

In Männerkreisen hat sie schnell ihren Ruf weg. Und immer, wenn es nicht so gut läuft, und das ist oft, dann flüstern die Zweifel wieder in ihr Ohr, sie werde nicht geliebt, ihr Bedürfnis nach Nähe nicht gestillt und der Sex fehlt schnell. Sex ist das, was als Bestätigung dient. Schlaf mit mir, sei mir nahe und (nur) dadurch zeigst du, dass du mich liebst. Denn Sex und Liebe ist gleich.

Ihre Schwester ist still, schweigsam und sehr zur Mutter hingezogen. Kerry Cohen findet ihren lockeren Vater ziemlich gut, kifft er doch selber und manchmal auch mit Kerry und ihren Freunden zusammen. Diese sind dann auf Kerry neidisch, was ihr gut gefällt. Allerdings sind die Eltern geschieden und der emotionale Druck, der von Seiten der Mutter immer auf sie fällt, ist sehr belastend. Das lockere Leben des Vaters und die brüchigen Beziehungen tun ihr Übriges. Viele Faktoren die hier reinspielen und geschildert werden.

Als Leser spürt man die Veränderungen und sieht sie vor sich, wie gewisse Weichen gestellt werden. Das Buch mit seinen über 300 Seiten liest sich spannend und flüssig, wobei gegen Ende öfter Fehler auftauchen. Das ist irritierend und störte dann doch irgendwann den Lesefluss.

Ist aber keinesfalls schädlich für die Story, denn das, was gesagt werden sollte, kam auch an bei mir. Tolles und interessantes Buch („Mit 11 wurde mein Körper zur Ware") mit einem starken Einblick in das Leben eines heranwachsenden Mädchens, einem Teenie, einer jungen Frau.

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