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28/09/2015 08:17 CEST | Aktualisiert 28/09/2016 07:12 CEST

Guilty Simpson - Detroit's Son CD Kritik

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„Detroit's Son" heißt der neue Longplayer vom Detroiter Rapper Guilty Simpson, das am 11. September 2015 via Stones Throw Records erschienen ist. Es ist das erste Lebenszeichen, in Form eines Solo-Releases, seit fünf Jahren und seit dem letzten, von Madlib produzierten, Album.

Produziert wurde das neue Werk vollständig vom Australier Katalyst, Mitglied der Produzenten-Crew Quakers. Auf „Detroit's Son" spricht Guilty Simpson über das, was ihn mit seiner Heimatstadt verbindet.

Und wenn jemand von Detroit erzählen kann, dann jemand von dort, nicht wahr? Detroit geht schon seit Jahren den Bach runter, Leute ziehen weg, Häuser stehen leer und die Industrie liegt brach. Stattdessen gibt es erhöhte Kriminalität, Deals mehr oder weniger in der Öffentlichkeit und Huren- und Crackhäuser, die leerstehende Häuser belebter machen.

Menschen, die mit ein wenig stolz ausgestattet waren bezüglich Detroit. Haben es schon seit längerer Zeit schwer ebenjenen aufrecht zu halten.

Zu offensichtlich sind die schlechten (An)Zeichen. Daher singt Guilty Simpson von solchen Themen. Und cruisend kiffen. Oder kiffend cruisen. Ich bin mir nicht sicher.

Gleichzeitig scheinen die wechselnden Produzenten entweder von einem nicht vorhandenen gemeinsamen Nenner zu sprechen oder den Wunsch nach Abwechslung. Beide Vermutungen haben ihre Berechtigung und werden vom Sound des Album gestützt.

Entweder bekommt man wie zu Beginn brummenden Bass auf die Ohren oder, wie später im Verlauf des Albums, experimentelle Sounds, etwas funkiger. Darin kann man sowohl Abwechslung als auch Unentschlossenheit interpretieren.

Beides zieht sich durch das Album und so klingt es auch. Ob das nun positiv oder negativ ist muss daher jeder für sich selbst entscheiden. Mich begeistern Stücke wie „R.I.P.", das Titelstück und „The D".

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