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25/03/2016 10:55 CET | Aktualisiert 26/03/2017 07:12 CEST

Gravity von Caliban CD-Kritik

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Caliban ist wohl einige der weniger Bands weltweit aus den Genres Metalcore / Modern Metal, die ich seit Anfang an verfolge (Release des Demos als CD via Lifeforce Records war mein Einstieg) und immer noch gerne höre. Ja, es gab aufs und abs aber die hielten sich interessanterweise durchweg sehr in Grenzen. Sie beschränkten sich eigentlich darauf, dass ich nicht sofort Zugang zum neuen Sound gefunden habe oder zur Platte im Allgemeinen. Warum ich das erzähle? Weil es auf „Gravity", dem neuen und mittlerweile zehnten Caliban-Album, zutrifft.

Gab eben nicht sofort Zugang zur Platte. Es hätte wahrscheinlich geholfen, wenn ich die Lyrics hätte. Ich mag es einfach sehr, diese zu lesen und die Platte dabei zu hören. Das ist generell meine bevorzugte Methode, gerade bei den ersten Malen, wenn ich die CD höre. Aber was solls. War halt nicht so. Hat halt jetzt, mal wieder, etwas länger gedauert. Und vielleicht stimmt es, wenn man sagt, dass solche Platten auch länger im Gedächtnis bleiben und nicht sofort rein und ebenso schnell wieder raus aus den Ohren, den Augen und dem Sinn sind.

Die ersten beiden Stücke („Paralyzed" und „Mein schwarzes Herz") erschienen schon vorab als Video beziehungsweise Lyric-Video. Gerade der deutschsprachige Song hat es mir angetan. Ich mag allerdings beide Sprachen. Und noch einige andere.

Die Info spricht von der härtesten Caliban-Platte während sich viele andere Bands darauf einstellen melodischer zu werden. Ich kann nicht vollständig zustimmen. Aber eben auch nicht widersprechen. Für mich ist es nur eine andere Härte. Wenn ich an der ersten „The Split Program" oder auch an „A Small Boy and A Grey Heaven" zurück denke, dann gefällt mir der rohe, eher unpolierte brachiale Sound ebenfalls sehr.

Andreas Dörners Screams und Growls damals waren viel animalischer, ungeschliffener. Was ich sagen will ist: Dass die Härte einfach eine andere ist und beides Vor- und Nachteile hat. Je nach Gemütslage / Präferenz. Dennoch kann ich der Aussage, das „Gravity" ein hartes Album ist nicht widersprechen, denn die Aussage stimmt ebenfalls.

Die Texte handeln von sozialkritischen Themen wie die Flüchtlingsthematik im Allgemeinen, das sinnlose abschlachten von Walen im Speziellen, persönlichen Dingen wie Identitätsverlust aufgrund der zahlreichen meinungs- und stimmungsmachenden Medien (eine schier endlose Liste...) sowie einigen anderen Dingen. Also auch in dieser Hinsicht eine wichtige Platte. Aber musikalisch wie textlich hatte ich bei Caliban noch nie etwas zu bemängeln.

Tatsache ist, das auf „Gravity" die Musik und Texte mehr als in Ordnung gehen. Die Mischung aus der modernisierten weitergeführten Metalcore-Schiene mit Modern Metal-Anteilen, den cleanen Gesangsparts und den Screams / Growls ist immer noch eine sichere Angelegenheit, die eine andere Band so gut weitergeführt wie es Caliban getan haben. Ein weiteres Top-Album zum „Album-Jubiläum" (#10) von Caliban.

2016-03-16-1458140627-4476846-shop2.png Hier könnt ihr das Album kaufen.

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