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23/12/2016 11:38 CET | Aktualisiert 24/12/2017 06:12 CET

GGB: Vorwürfe von Willkür gegen DRK

Die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) und der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) protestieren öffentlich gegen Schikanen beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH, heißt es in einer Meldung der GGB.

Mehr als 20 Mitglieder der Basisgewerkschaft sowie des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit verteilten aufgrund von skandalösen Arbeitsbedingungen beim DRK-Tochterunternehmen Flugblätter vor dem Blutspendemobil des DRK auf dem Steintorplatz. Von Seiten der Passanten und Blutspender gab es reges Interesse.

Die DRK Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH zählt mit über einem Dutzend Standorten zu einem der größten Betreiber von Flüchtlingsheimen in Hannover. Wie bereits zuvor von der Presse berichtet, sei es fraglich, dass die von der Kommune bereitgestellten Gelder tatsächlich angemessen in Personal und gute Ausstattung investiert worden sei.

Da die Situation unklar ist, wie und ob noch Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, geschweige denn wie groß die Zahl sein wird, scheint das DRK-Tochterunternehmen Beschäftigte aus dem Betrieb zu drängen. Unter anderem sollen Stellen in der mittleren Leitungsebene und in der Fachberatung gekürzt worden sein.

Beschäftigte haben sich entschlossen einen Betriebsrat zu gründen, doch nach der Wahl wird - wie vom Unternehmen angekündigt - ebenjene Wahl angefochten.

„Es entsteht der Eindruck, dass der Betriebsrat mit allen Mitteln davon abgehalten werden soll, seine eigentliche Arbeit aufzunehmen", so Frank Matz, Pressesprecher der GGB. „Wir fordern die DRK Soziale Dienste auf, die Schikanen zu unterlassen, den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sichere Beschäftigungsperspektiven zu bieten und ihr Recht zu akzeptieren, sich ungehindert zu organisieren." Außerdem erwarten GGB und AKS von der Landeshauptstadt Hannover, dass fachgerechten Standards eingehalten werden sowie entsprechende Kontrollen erfolgen sollen. Ansonsten sehe man sich gezwungen, öffentlich auf diese Missstände aufmerksam zu machen, „bis diese Minimalstandards als erfüllt angesehen werden können", so Matz.