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03/09/2015 05:39 CEST | Aktualisiert 03/09/2016 07:12 CEST

Fettes Brot - Teenager vom Mars CD Kritik

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Jetzt ist es passiert. Die Brote, König Boris, Dokter Renz und Björn Beton, sind Teenager vom Mars. Ihr Körper beziehungsweise ihre Zungen wurden von Marsianern übernommen. Die Musik vom Mars klingt allerdings erstaunlich irdisch - eine perfekte Tarnung, die es den Marsianern im Körper der Brote erlauben wird viele Leute zu beeinflussen. Hoffen wir, dass es Fettes Brot gut geht während der Übernahme. Was sie aber zu sagen haben, kann man in diesem Interview zum Album „Teenager vom Mars" nachlesen.

Electro-Beats

Zwanzig Jahre nach „Auf einem Auge blöd" gibt es Fettes Brot immer noch. Modernerer Sound, Electro-Beats mit Drums gepaart, hinzu kommen Bass, (E-)Gitarre, Synthie und andere Sounds. Wer hätte das gedacht. Da fährt man in seiner Jugend auf dem Fahrrad und singt „Nordisch by Nature" mit Freunden und zwanzig Jahre später liegt man auf dem Sofa hört weiterhin Fettes Brot.

Weder ich noch die Brote scheinen Fans von Stagnation zu sein. Denn auf „Teenager vom Mars" präsentieren sich die Rapper gewohnt abwechslungsreich, zwar ohne großartige Experimente aber - who cares? „Teenager vom Mars" ist auch der Titeltrack, der direkt zu Beginn zu hören ist. Gefolgt von „K.L.A.R.O.", „Mein Haus" und der aktuellen Single „Von der Liebe". Also, diesem mysteriösen Ding, was selbst aus einem harten Kerl eine Heulsuse machen kann.

In „Gegenmodell" sucht man nach Alternativen zu aktuellen und eher suboptimalen Modellen - eben den besungenen Gegenmodellen. „Du bist the Shit" ist eine flotte Tanznummer mit einer ordentlichen Melodie, die es echt in sich hat. „Alle hörn jetzt Schlager" widmet sich der eher suboptimalen Musikrichtung, die einem eher aus anderen - schlechten - Gründen atemlos macht.

Große Nummern

In „Eure Autos" will man sich ein metallisches Menü kredenzen. „Boyfriend" widmet sich wieder der Liebe mit einem Blick zurück (obwohl im Lied vom Jahr 2017 gesungen wird). „Meine Stimme" rockt derbe den Tanzboden und lädt auf ebenjenen ein. Eine der großen Nummern auf „Teenager vom Mars", von denen es einige mehr gibt.

In „Ganz schön low" fragt man sich und auch alle anderen: „how low can you go?" ungesagt bleibt, dass es um das Niveau geht. Der Text macht das aber auch klar und deutlich. Hey, Niveau kommt doch vor. Schlaumeier. In „Emmely" wird die Dame von der Kasse besungen, die sich „erdreistet" hat zwei Pfandbons „mitgehen" zu lassen und - ich meine - gekündigt wurde. Mit „Das letzte Lied auf der Welt" gibt es einen Top-Rausschmeißer. Kann man so machen. Tanzbeine wollen sich wieder gen Tanzfläche bewegen.

Alles in allem eine wirklich gute Platte von Fettes Brot. Gewohnt gute Qualität, wieder einige Hits und neue Tracks für die neue Tour. So gehört sich das wohl, wenn man von Marsianern im Teenageralter übernommen wird.

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