BLOG
09/03/2016 06:14 CET | Aktualisiert 10/03/2017 06:12 CET

Electroreturn: Ein umweltschützender Service der Deutschen Post

Winai_Tepsuttinun via Getty Images

Im Jahr 2015 konnte der Deutsche Post Service Electroreturn sein zehnjähriges Bestehen feiern. Ein umweltschützender Service, der, wie ich finde, immer noch eine zu geringe Bekanntschaft hat. Ich habe davon erst im letzten Jahr per Zufall erfahren. Doch was genau ist Electroreturn eigentlich? Wie funktioniert es? Wie steht es mit der Sicherheit? Fragen über Fragen.

Das Ganze ist kostenlos. Genommen werden allerdings nur „Elektro-Kleingeräte", die in einem Maxi-Brief-Umschlag kommen. Man kann sich dann einen Aufkleber aus dem Netz ausdrucken und kostenlos versenden.

2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg

Um das Recycling kümmert sich exklusiv die Firmat ALBA Group. Bis dahin werden, laut Pressesprecher Alexander Edenhofer, zum Beispiel Mobiltelefone vor Diebstahl geschützt eingeschlossen und verwahrt.

Dank der Einsendung von 2,3 Millionen Mobiltelefonen und 1,2 Millionen Tintenpatronen können daraus neue Produkte entstehen. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass allein durch das Recycling von Handys rund 100.000 Kilogramm Treibhausgase eingespart werden können (Quelle: Fraunhofer UMSICHT im Auftrag der ALBA Group).

Das entspricht den CO2-Emissionen eines PKWs auf circa 700.000 gefahrenen Kilometern und der durchschnittlichen jährlichen CO2-Emission von 47 Autos.

2016-03-06-1457263283-9223228-electroreturn.jpg
Quelle: ALBA Group/Boris Geilert/Deutsche Post

Kostenlos eingesendet werden können Elektro-Kleingeräte, die in einen Maxi-Briefumschlag von der Größe 353 x 300 x 50 mm passen. Darunter fallen zum Beispiel Mobiltelefone und Rasierer.

Für die Daten, beispielsweise auf Mobiltelefonen, ist der Versender selber verantwortlich. Das ist zumindest ein Teilmanko, wie ich finde, weil die Industrie wahrscheinlich auch einfach andere Möglichkeiten hat. Das ist aber auf einem Werkstoffhof ebenso.

Jedenfalls kommen die Geräte nach Einsendung in den Eingang, werden erfasst, die Umschläge geöffnet, der Inhalt sortiert und die Stückzahlen festgehalten.

Anschließend kommen sie in die sogenannte "stoffliche Verwertung", die Geräte werden zerstört, die Materialien sortiert. Was nicht verwertet werden kann, wird energetisch benutzt, teilt Edenhofer mit. Die ALBA Group deponiere keine Restbestände.

Wer mehr über den kostenlosen Recycling-Service der Deutschen Post namens Electroreturn erfahren will, kann sich auf der offiziellen Homepage oder dem Blog einlesen.

Auch auf HuffPost:

Forscher warnen vor hohen Emissionen: "Salat umweltschädlicher als Bacon": Sind Vegetarier schuld am Klimawandel?

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.