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31/12/2016 16:29 CET | Aktualisiert 01/01/2018 06:12 CET

Der Lokführer hat den Zug verpasst von Marc Krüger Buchkritik

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In den sozialen Netzwerken / Medien entstehen die merkwürdigsten Ideen und Sammelmöglichkeiten. Manche davon sind kurios, manches auch lustig. Unter Umständen. Mit dem richtigen Humor. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Das zeigt schon das Internet als solches und aus diesem wurde von Marc Krüger ein Buch mit dem Titel „Der Lokführer hat den Zug verpasst - Kuriose Bahnansagen" im Verlag Bastei Lübbe erstellt. Wie der Titel schon verrät gibt es hier kuriose bis lustige Bahndurchsagen.

Auf dem Buchrücken sind mehrere Beispiele abgedruckt, die ich niemanden vorenthalten will: „Denken Sie an die Pinguine. Dann ist die kaputte Klimaanlage nicht so schlimm.", „Müll und Ehemänner bitte nicht im Zug zurücklassen." und „Ich würde Ihnen gerne erzählen, warum wir hier stehen. Aber mir erzählt auch keiner was." Das zeugt von Humor und Vielfältigkeit. Vor allem beim eher mit einem schlechten Ruf gesegneten Bahnpersonal. Wahrscheinlich aufgrund der vielen Dinge, die manches Mal solche Aussage nötig machen. Sie sind im Prinzip wie Polizisten bei einer Demonstration: Die Ersten, die es abbekommen, wenn es Stress gibt. Aus welchem Grund auch immer.

Leider habe ich solche Aussagen noch nie mitbekommen - nicht mal ähnliche. Oft gibt es gar keine und da würde ich lieber auf den Ticketpreis hinweisen und damit auf mein Kundendasein, folglich auch damit auf mein Recht auf vernünftige, zeitnahe (und rechtzeitige) (und so weiter...) Information. Ich bekam nicht mal komische Sprüche. Außer unangebrachte.

Marc Krügers Buch „Der Lokführer hat den Zug verpasst - Kuriose Bahnansagen" hat eine gesunde Grundlage und die Durchsagen sind Geschmackssache. Häufig fand ich die eher kurios anstatt lustig, dabei hätte das Buch eher lustiges gebraucht, wie ich finde. Vielleicht auch nur die falsche Zeit erwischt. Ich. Oder das Buch.

Punkte: 6 von 10