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02/08/2015 07:35 CEST | Aktualisiert 02/08/2016 07:12 CEST

Der Klang der Welt - Mein Leben von Carlos Santana, Ashley Kahn und Hal Miller Buchkritik

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(c) Münchner Verlagsgruppe GmbH / riva

„Der Klang der Welt - Mein Leben" ist die Autobiographie von Carlos Santana, dem Musiker, der viele Menschen geprägt hat. Santana erzählt hier von seiner Kindheit in ärmlichsten Verhältnissen in Autlán und Tijuana, den großen Umzug nach San Francisco, die musikalische Prägung durch seinen Vater, die erste Geige und die Auftritte in Kirchen und Lokalitäten, seiner Arbeit als Tellerwäscher und die erste Gitarre sowie sein Aufstieg als Musiker.

Die ganze Geschichte ist durchsetzt mit spirituellen und metaphysischen Dingen. Hier hätte ich es gerne wie Hal Miller, kommt gegen Ende des Buches vor, gehalten: Wenn ihr komisch werdet, muss ich gehen. Damit bezog er sich auf Spirituelles und Metaphysisches. So interessant die Geschichte von Carlos Santana auch ist, so sehr stört es andauernd von Menschen zu lesen, die als Engel bezeichnet werden. Die zahlreichen absatzlangen Ausführungen durchsetzen das ganze Buch. Ein einzelnes Kapitel mit einer Erläuterung, warum hier Menschen als Engel bezeichnet werden und die spirituelle Entwicklung hätte vollkommen gereicht. Ich wäre auch lieber gegangen aber man konnte das nicht überspringen, denn man läuft Gefahr irgendwas interessantes zu verpassen. Geschickt gemacht aber eben auch überaus nervenaufreibend. Das zeigt, warum ich einfach keine spirituellen Werke lese(n kann).

Glücklicherweise war das auch das einzige Manko. Aber eben eines, was sich durch das ganze Buch zieht. Carlos Santana redet über zahlreiche Begegnungen mit großen Musikern darunter Miles Davis und John Lee Hooker. Er schreibt auch über seine Kontakte mit Drogen, die sich überraschenderweise in Grenzen halten.

Es kommt aber auch seine Familie, Mutter, Vater, Geschwister aber eben auch Frau/en, deren Familien, deren Arten, die Scheidung, das neue verlieben und vieles mehr vor. Es ist eine Geschichte, die Ende der 1940er Jahren beginnt und bis 2014 reicht. Dabei ist die Story ja noch nicht einmal zu Ende, denn Carlos Santana spielt immer noch und engagiert sich immer noch mit seiner Stiftung für seine Herzensangelegenheiten.

Alles in allem ein Buch, das sehr viel Spirituelles beinhaltet, meiner Meinung wird dem - zumindest gefühlt - genau die gleiche Bedeutung und Menge an Text zugestanden wie der Musik. Aber es kommen auch viele persönliche Aspekte vor. Tode von Freunden und Familienmitglieder, die Kinder, die Scheidung, das neue Verlieben et cetera.

„Der Klang der Welt" ist mit keiner normalen Biographie vergleichbar. Wenn ich über Stars & Sternchen lese, bedeutet das in den meisten Rockstar-Biographien: Drogen, Musik und Frauengeschichten bis zum Abwinken. Hier gibt es das nicht. Es ist auf seine Art und Weise interessant.


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