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05/12/2016 08:39 CET | Aktualisiert 06/12/2017 06:12 CET

Das Buch Ä - Die von die ärzte autorisierte Biografie von Stefan Üblacker Kritik

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Auf der Rückseite steht die Frage: „Wie wird man die beste Band der Welt?". Man behauptet es einfach und arbeitet sich dann hoch während man sein Ding durchzieht. Dürfte wohl irgendwie hinkommen. Aber die ärzte wären nicht die ärzte, wenn es bei ihnen anders gelaufen wäre. Deswegen heißt es auch weiter: „Die Antwort könnte DAS BUCH Ä liefern, ..." Könnte ist ein gutes Schlüsselwort und zudem ein ehrliches.

Die Geschichte fängt von Vorne an, zu Zeiten von Soilent Grün also und sogar noch davor gibt es einiges zu erzählen. Die wandert zur Gründung der Band die ärzte mit Sahnie, dem Wechsel zu The Incredible Hagen, der Auflösung, der Vereinigung und dem damals neuen Bassisten Rodrigo González, der nun neben Bela B am Schlagzeug und Farin Urlaub an der Gitarre, die beste Band der Welt ausmacht.

Die Geschichte handelt von wahnsinnigen Touren, Erlebnissen, Spaß aber auch Stress sowie stressbedingter Reaktionen, wie „(un)natürlich" langer Pausen, die nach langen Touren sein müssen. Außerdem erklärt das Buch, was sonst so hinter den Kulissen abläuft - oder zumindest einen Teil davon. Doch der ist ausreichend, um einen Einblick zu bekommen und Verständnis aufzubauen. Erfolg kommt halt nicht von Nichtstun. Das macht sich irgendwann bemerkbar. Und die Pausen haben vielleicht die Band vor Schlimmeres bewahrt. Und nein, ich denke nicht, das sich eine Band wie die ärzte lächerlich machen würden, würden sie sich erneut trennen und erneut zusammenfinden. Es wäre tatsächlich so ungewöhnlich, dass es wieder typisch wäre und etwas, was vielleicht so noch nie oder kaum jemand getan hat. Etwas, was hier im Buch ziemlich oft vorkommt und was die Band auch ausmacht - unter anderem zumindest.

Das Buch Ä hat mir riesigen Spaß gemacht und zeigte mir einmal mehr, warum ich der Band schon seit einer kleinen Ewigkeit verfallen bin, noch immer zu schätzen weiß und warum sie mein Leben tatsächlich bereichert haben mit Humor und Songs. Das gute an Songtexten ist ja, dass man da für sich selbst was finden kann. Das habe ich oft getan - auch bei den die ärzte. Das Buch Ä habe ich entsprechend schnell gelesen gehabt und oft lachen müssen. Wieder mal großartig, was ich hier dank Autor Stefan Üblacker lesen konnte.

Punkte: 10 von 10