BLOG
18/10/2015 10:44 CEST | Aktualisiert 18/10/2016 07:12 CEST

Crossed +Einhundert Band 1 von Alan Moore & Gabriel Andrade Comic Kritik

2015-10-17-1445054517-9162995-crossed_einhundert_1.jpg

Am 13. Oktober 2015 ist mit „Crossed +Einhundert Band 1" der Start für das Spin-Off zur Hauptserie „Crossed" gestartet. Crossed handelt von der Entwicklung nach dem Beginn dieser üblen Seuche, die letzten Endes die Gefirmten hervorbringt. Sie zeigt verschiedene Konstellationen und Settings, wie Menschen handeln und wie die diversen Charaktere funktionieren. Worin also die Unterschiede in Sachen Moral, primär, aber auch in anderen Dingen liegen.

Der Unterschied, den „Crossed +Einhundert" ausmacht ist der, dass die Geschichte in diesem Spin-Off 100 Jahre später ansetzt. In der Zukunft. Man könnte meinen es gäbe nicht all zu viel. Denn Crossed ist eine sehr negative Serie, wo ich das Gefühl hatte: Die, die überleben wollen müssen immer wieder einstecken, weil extravagante Charaktere aus der Reihe tanzen und eigene Prioritäten setzen. Eigentlich eine sehr starke Ego-Sache für manch einen Überlebenden.

„Radionet"

„Crossed +Einhundert" zeigt also immer noch die Menschen und die Gefirmten doch beide Seiten sind sehr viel weniger als noch hundert Jahre zuvor. Mittlerweile haben es Menschen geschafft wieder etwas aufzubauen, sogenanntes „Radionet". Simpler Funkverkehr also und man betreibt vorwiegend alles mit Kohle.

Nun ist man also in seinem Fort, sammelt Material aus der „Surprise"-Zeit, wie die Seuchen-Zeit genannt wird und man hat sich auch sprachlich anders entwickelt. So ist der Satzbau eher eine Nebensächlichkeit, Statt fuck wird oft braun genutzt, fuck hingegen ist eine Steigerungsform wie in „sehr gut", hier also fuck gut. Man spricht von fooden wenn man Nahrung zu sich nimmt und vom hirnen, wenn man denkt.

Gefahr des Spoilerns

Das macht die Ganze zugleich extravagant aber auch anstrengend. Man sollte daher relativ am Anfang die Blog-URL beachten (vor dem eigentlichen Beginn). Die führt zu einem englischsprachigen Glossar aus dem sich schon einiges herauslesen lässt. Gibt allerdings auch die Gefahr des Spoilerns. Also Vorsicht.

Die Archivarin Future ist hier Protagonistin und geht mit ihren Leuten auf Erkundungstour. Zuerst einmal natürlich, um altes Material zu sammeln und früherere Sachen besser verstehen zu können. Andererseits sind die Gefirmten immer noch unterwegs, man muss sich also weiterhin vorsichtig bewegen und zu verteidigen wissen.

Das Problem ist für die Menschen: Auch die Gefirmten haben sich geändert. Sehr sogar. Und das Ganze ist extremst beängstigend und als Leser fiebert man unweigerlich mit, wenn man langsam dahintersteigt, was da wirklich passiert.

Der erste Band zu „Crossed +Einhundert" kann demzufolge auch als hervorragender Einstand betrachtet werden, die es sich zu verfolgen lohnt. Gute und eigenständige Serie auf die ich sehr gespannt bin.

Er filmte jeden Tag ein paar Sekunden seines Lebens - am Ende sind wir sprachlos

Video:

Von Top zu Flop: Diese Hollywood-Stars will keiner mehr sehen

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite