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19/02/2016 04:07 CET | Aktualisiert 17/02/2017 06:12 CET

Anti von Rihanna CD Kritik

oliver lippert

Rihannas letztes, richtiges Studioalbum war „Unapologetic", das 2012 erschien. Begonnen mit „R Rated" aus dem Jahr 2009, erschien bis 2012 jedes Jahr ein neues Werk von der Sängerin. Bis zum Album „Anti" hat es allerdings vier Jahre gedauert, wenn man die Soundtracks, die zwischendurch erschienen, nicht mitrechnet.

Rihanna hat 2014 das Plattenlabel Def Jam verlassen und ist zu Roc Nation gewechselt. In dieser Zeit erschienen mit „FourFiveSeconds" featuring Kanye West und Paul McCartney, „Bitch Better Have My Money", „American Oxygen" und „Work" featuring Drake vier Singles. Allerdings sind die Singles abgesehen von „Work" nicht mehr auf dem Album „Anti" enthalten.

Via Tidal erschien das Album für kurze Zeit dann kostenlos, worauf man mittlerweile aber nicht mehr zugreifen kann. Dafür ist es jetzt aber als physisches Album erhältlich. „Anti" ist, wie es scheint, ein Album, das Rihanna machen wollte, ja, vielleicht sogar musste, um wieder zu einer Art künstlerischen Freiheit zu gelangen.

Mit 2:41 ist es gerechtfertigt, denke ich, dass ich den Song „Consideration", den Album-Opener, zu den kürzeren Tracks auf „Anti" zähle, obwohl es noch kürzere Stücke gibt.

Nichtsdestotrotz gefällt mir „Consideration" aufgrund seines schlichten Gemüts, der halbpräsenten Melodie - gemeint ist hier: nicht so penetrant, wie sonst üblich - und außerdem kommen die Parts von Sängerin SZA dazu. Richtig gelungen und mein absolutes Lieblingsstück auf dem Longplayer.

Danach fällt es mir schwer wirklich gute Stück zu finden. Aber, wenn ich wählen müsste, wäre meine Wahl „Kiss It Better", „Desperado" und „Never Ending".

„Work" featuring Drake konnte mich gar nicht überzeugen - funktioniert auch nicht innerhalb des Albums so gut, wie man vermuten könnte. Vielleicht liegt es an Drake. Ich mag seine Musik nicht so.

Alles in allem ein passables Album mit einigen, wenigen guten Stücken. Ist vielleicht auch schwer zurückzufinden zu dem, was man wirklich machen will. Aber man kann zumindest ein Funkeln erkennen. Scheint also bisher zumindest nicht ganz falsch zu sein, diese von Rihanna eingeschlagene Richtung.

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