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18/04/2016 05:29 CEST | Aktualisiert 19/04/2017 07:12 CEST

Die AfD ist eine Anti-Islam Partei

dpa

Die AfD will Muslimen das Grundrecht auf ungestörte Religionsausübung nehmen, indem sie den Islam in eine "politische Ideologie" umdeutet.

Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch fordert daher, islamische Symbole aus der Öffentlichkeit zu verbannen: "Wir sind für ein Verbot von Minaretten, von Muezzins und für ein Verbot der Vollverschleierung."

Auf ihrem Parteitag in zwei Wochen in Stuttgart, will die AfD den Anti-Islam-Kurs in ihrem ersten Parteiprogramm beschließen.

Auch Alexander Gauland sagt: "Der Islam ist keine Religion wie das katholische oder protestantische Christentum, sondern intellektuell immer mit der Übernahme des Staates verbunden. Deswegen ist die Islamisierung Deutschlands eine Gefahr."

Laut Gauland gebe es keinen aufgeklärten Islam. Er verweigert sich damit der Realität, dass etwa 5 Millionen Muslime friedlich in Deutschland leben.

Angriff gegen eine offene und solidarische Gesellschaft

Eine ganze Religion unter pauschalen Verdacht zu stellen, zeigt das wahre Gesicht dieser Partei und deren stupiden Wählern. Das Wahlprogramm der AfD ist nicht mit den Grundrechten vereinbar.

Der Islam gehört genauso zu Deutschland, wie alle anderen Religionsgemeinschaften. Der Angriff der AfD gegen den Islam richtet sich nicht nur gegen Muslime, sondern gegen eine offene und solidarische Gesellschaft.

Genau solche Scharfmacher, wie die AfD, wollen kein friedliches Zusammenleben. Sie brauchen Feindbilder für ihren Populismus, die die Gesellschaft noch mehr spalten sollen.

Ein Feindbild muss her, damit man eine Berechtigung hat. Und sollten nach den Flüchtlingen die Muslime ausgehen, wer kommt dann als nächstes dran?

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