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30/10/2013 11:50 CET | Aktualisiert 30/12/2013 06:12 CET

Online-Kurs "The Future of Storytelling" erfolgreich gestartet

Vor einem Jahr habe ich damit begonnen, die langen Abende des Winterhalbjahres sinnvoll durch interessante Online-Fortbildungen zu nutzen. Mir gefällt die Gestaltungsfreiheit und Ortsunabhängigkeit derartiger Online-Kurse. Diese Form des Lernens lässt sich für mich am Besten mit meiner beruflichen Tätigkeit vereinbaren. Auf den Kurs mit dem Titel "The Future of Storytelling" bin ich in sozialen Netzwerken aufmerksam gemacht worden. Die Beschreibung des Kurses klang für mich so interessant, dass ich mich sofort als Teilnehmer anmeldete. Nun hat der Kurs begonnen und ich bin von dessen Gestaltung bereits begeistert. Mit diesem Artikel möchte ich diesen Kurs etwas näher vorstellen.

Über den Kurs

Der Kurs, welcher frei von Teilnahmegebühren ist, wird auf der Plattform der Iversity GmbH angeboten. Über die Kurse auf dieser Plattform schreibt Iversity selbst:

"Top Kurse (MOOCs) von angesehenen Professoren und Universitäten, die für jeden zugänglich sind. Alles was du brauchst: einen Internetanschluss!" iversity GmbH

Das Kürzel MOOC steht hier für Massive Open Online Course - also einem Online-Kursangebot, welches offen zugänglich ist und durch eine Vielzahl von Teilnehmern genutzt werden kann.

Weitere Informationen und Definitionen über MOOCs gibt es zum Beispiel auf Wikipedia.

Das Team, welches diesen Kurs auf die Beine gestellt hat und diesen nun auch betreut, besteht aus Julian van Dieken, Prof. Winfried Gerling, Bernadette Klausberger, Prof. Constanze Langer, Christina Maria Schollerer, Alexandra Schulz und Jannes Schwentuchowski. Das Team ist an der Fachhochschule Potsdam beheimatet.

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Die Ankündigung des Kurses auf der Plattform von iversity


Die Lernziele des MOOC, wie sie das Kurs-Team formuliert:


  • Wie funktionieren fiktive Geschichten?
  • Welche Strukturen und Werkzeuge werden verwendet?
  • Wie beeinflussen neue Technologien die Art und Weise, wie Geschichten erzählt und wahrgenommen werden - und welche neuen Medien-Formate wurden in den letzten Jahren entwickelt?
  • Wie können Technologien, Schnittstellen und Visualisierungen das Publikum schnell und kontinuierlich einbinden?
  • Wie kann ich meine eigene Geschichte entwickeln und umzusetzen - auf eigene Faust oder als Team?

Eine ausführliche Beschreibung dieses MOOC findet sich auf der Iversity Plattform.

Der Inhalt des Kurses wird in englischer Sprache vermittelt. Da man die Lern-Videos, mit dem hauptsächlich der Kursinhalt vermittelt wird, jederzeit anhalten und auch mehrmals abspielen kann, fällt es mir persönlich nicht schwer, inhaltlich dem Kurs zu folgen.

In der ersten Woche führt Christina Maria Schollerer durch den Kurs. In einer lockeren und sympathischen Art gelinkt es ihr, die Inhalte kompetent zu vermitteln.

Fast zu jeder Kurseinheit wird weiteres Material zur Vertiefung angeboten. Es bleibt einen also selbst überlassen, wie intensiv man sich mit der Materie beschäftigen möchte. Zusätzlich gibt es Kontrollfragen in Form kleiner Abfragen, die einem helfen, das Gelernte - quasi als Selbsttest - zu überprüfen. In jeder Woche gibt es eine umfangreichere kreative Aufgabe. Diese Aufgabe soll helfen, sich eingehender mit der Thematik zu beschäftigen.

Über 50.000 Kursteilnehmer aus aller Welt

Aktuell sind nach Angaben der Kursorganisatoren mehr als 50.000 Teilnehmer in diesen Kurs eingeschrieben. Auf einer interaktiven Weltkarte haben sich bereits über 5.000 Teilnehmer freiwillig eingetragen. Durch diese Karten-Darstellung bekommt man einen guten Eindruck, von welchen Regionen unserer Erde die Teilnehmer stammen.

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Die Teilnehmenden des MOOCs sind weltweit verteilt

Diese Karte ist hier online abrufbar.

Über die Zukunft des Storytelling - die erste Kurswoche

In der ersten Kurswoche wirft Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm einen geschichtlichen Blick auf die Entstehung des Storytelling. Beginnend von der mündlichen Überlieferung von Geschichten bis hin zu den Möglichkeiten, die heute durch die schnelle Welt der Digitalisierung geboten werden, zeigt er die historischen Stationen des Storytelling auf.

"Technology and digitalization give us now the possibility to even share more stories of our lives." Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm

Nach Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm nutzt also jeder das Storytelling, der regelmäßig auf Facebook durch Statusmeldungen über Dinge seines alltäglichen Leben berichtet und sei es auch nur, wenn dort Fotos über Geschehnisse oder Ereignisse des Alltags gepostet also im Newsfeed veröffentlicht werden. Ein wichtiger Bestandteil des heutigen Storytelling scheint also, die Nutzung von neuen Technologien zu sein.

Über sein Mitwirken an diesem Online-Kurs hat Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm auch einen Beitrag auf seinem Blog.

Ebenfalls in der ersten Woche kommen die bekannte Buchautorin Cornelia Funke und der angesehene Robert Pratten dem CEO von Conducttr & Transmedia Storyteller als Wissensvermittler in den Lern-Videos zu Wort. Auf diese Weise gelingt ein guter erster Einblick in das Thema, wobei bereits auch ersten Grundlagen vermittelt werden.

Ein kurzes Fazit

Acht Wochen dauert dieser Kurs insgesamt. Daher kann ich und möchte ich auch nicht in der ersten Woche eine vollständige Bewertung über diesen Kurs abgeben. Die hohe Qualität der Lerneinheiten dieser ersten Woche hat mich jedoch überzeugt. Die Idee, bekannte und angesehene Experten zu Wort kommen zu lassen, bereichert die Wissensvermittlung und wertet den Kurs auf. Storytelling ist tatsächlich eine interdisziplinäre Angelegenheit, welche mit den heutigen technischen Möglichkeiten noch mehr - sei es bewusst oder unbewusst - genutzt wird oder genutzt werden kann. Genau dieser interdisziplinäre Aspekt ist es, von dem ich in diesem Kurs mehr erfahren möchte. Und so bin ich sehr gespannt, was in diesem Kurs noch bis zum 20. Dezember vermittelt wird.

Eine Empfehlung für eine Kurs-Teilnahme gebe ich an dieser Stelle gerne ab.