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07/08/2015 14:37 CEST | Aktualisiert 07/08/2016 07:12 CEST

Die unerkannte Völkerwanderung

dpa

Es ist seltsam, wie die Geschichte sich wiederholt. Während und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben die Briten, Herrscher über das Mandatsgebiet Palästina, was dem heutigen Israel mit Judäa, Samaria und dem Gazastreifen entspricht, die vor Hitler und Stalin fliehenden Juden mit militärischer Gewalt davon abgehalten, ihre ureigene Heimat zu betreten. Die Briten fühlen sich genötigt, die Juden daran zu hindern, die Mehrheit in dem verdorrten Mandatsgebiet zu bilden. Und das, obwohl die Araber des Mandatsgebietes die weltweit höchste Geburtenrate haben.

Letztendlich verlassen die Briten das Mandatsgebiet und verraten somit die dort lebenden Araber. Denn nun wandert der ganze Rest von Juden, den Hitler nicht eliminiert hat, nach Palästina, dem zukünftigen Israel.

Und heute? Heute versuchen keine Juden, sondern Menschen aus Afrika, deren Geburtenrate weit höher ist als die der Araber, nach England zu gelangen. Und was machen die Briten, die ihre Lektion vor 70 Jahren vergessen haben? Sie halten die Afrikaner mit militärischer Gewalt davon ab, ihre neue Heimat, ihr gelobtes Land, England, zu betreten. Die Briten befürchten, dass die Afrikaner zusammen mit den anderen Muslimen aus Indien und Pakistan, die bereits in England leben, bald die Mehrheit in England stellen werden, wie es in mehreren Städten Englands der Fall ist.

Letztendlich werden die Briten den Kampf um Calais, das Einfallstor nach England, verlieren, genauso wie sie damals die Schlacht um Palästina verloren haben. Doch dieses Mal werden sie nicht bei Nacht und Nebel einen schlanken Fuß machen. Sie werden bleiben müssen und am lebenden Leib erleben, wie ihre Macht auf der Insel schwindet.

Wie ist es vorstellbar, dass das mächtige England, der Kopf und das Herz des Vereinigten Königreiches, eine von der UNO anerkannte Weltmacht, Sieger zweier Weltkriege und der Schlachten von Trafalgar und bei Hastings, den Kampf um Calais gegen unbewaffnete Afrikaner verliert?

Ganz einfach! Bisher hat noch niemand eine Schlacht gegen eine Völkerwanderung gewonnen. Und heute befinden wir uns mitten in einer erneuten Völkerwanderung, die von Nordafrika nach Europa zieht. Die Völkerwanderung ist so gewaltig, dass man sie vor lauter Flüchtlingen nicht sieht. Die Menschen kommen nicht alle auf einmal und sie verteilen sich.

Die Staaten der EU teilen sie in Flüchtlinge, Asylanten, Einwanderer und Betrüger ein. Es ist vollkommen gleichgültig, wie man sie einordnet. Diese Menschen brauchen keine Papiere. Auch die Römer zählen die einzelnen Germanen nicht, als diese die Grenzen des Imperium Romanum überrennen.

Die größten geschichtlichen Phänome der Menschheit sind die Völkerwanderungen. Die erste nachweisbare Völkerwanderung findet vor vielen Jahrhunderttausenden statt, als Afrikaner sich entschließen, ihren Kontinent zu verlassen und ans östliche Mittelmeer gelangen bevor es nach Europa und Asien weitergeht. Wir können wissenschaftlich akkurat nachweisen, dass Völkerwanderungen immer auf Klimawandel basieren. Somit steht fest, dass es ohne Klimawandel keine menschliche Geschichte gegeben hätte, schon deshalb nicht, weil die Entstehung des Menschen den Klimawandel voraussetzt.

Das erste, was der Mensch tut, als er die Schrift entdeckt, ist, die große Völkerwanderung aus Afrika schriftlich zu fixieren. Da einige hunderttausend Jahre vergehen, wird Afrika in den Irak verlegt und die ganze Völkerwanderung als Vertreibung aus dem Paradies verherrlicht. Selbst der schlaue Luther übernimmt diese Phantastereien.

Klimabedingte Hungersnöte lösen noch viele weitere Völkerwanderungen aus. Den deutschen Schülern bekannteste Völkerwanderung lässt germanische Stämme vom heutige Baltikum in Richtung Süden ziehen. Nach wenigen Jahrhunderten haucht das Römische Reich, das mächtigste Imperium, welches nur vom British Empire übertrumpft wird, seinen Lebensatem aus. Tausend Jahre später erzwingt eine andere Klimaveränderung mit Hungersnot in Zentralasien eine Völkerwanderung, die letztendlich in den Untergang des verbliebenen griechischen Ostroms endet.

Die heutige Völkerwanderung hat ihren Ursprung im nördliche Zentralafrika und basiert eher auf der unnatürlichen Vermehrung der dortigen Einwohner als auf einem Klimawandel, den abendländische Ideologen zur Klärung allen Übels herbeizerren. Die afrikanischen Menschen strömen nach Norden bis sie auf die Mittelmeer-Barriere stoßen. Dort vereinigen sie sich mit Arabern aus dem Nahen Osten, die vor grausamen Kriegen flüchten, welche sie sich selber zufügt haben.

Die nahöstlichen Araber verfälschen das Bild, da ihre Völkerwanderung sich „zufällig" ereignet und die Fliehenden lediglich einige wenige Millionen zählen. Zusätzlich gelangen wenige Hunderttausend meist christliche Roma aus dem westlichen Balkan vor allem nach Deutschland, weil sie in ihren „Gastländer", die ihre Heimat ist, verfolgt und in allem benachteiligt werden. Bei den Schwarzafrikanern und den arabischen Jemeniten, die bisher kaum erwähnt werden, beruht die Völkerwanderung auf einer überaus starke Vermehrung der Bevölkerung, die in ihrer Heimat nicht genügend Nahrungsmittel und Arbeit findet um zu überleben.

Diese Völker werden sich bis zum Ende unseres Jahrhunderts zahlenmäßig vervierfachen. Unsere Nachkommen werden sich Hunderten von Millionen Menschen aus Afrika gegenüberstehen, die nach Europa ziehen.

Wenn wir uns dies vergegenwärtigen, erkennen wir sofort, wie lächerlich der bürokratische Versuch ist, die Massen mit Hilfe von staatlichen Verordnungen und Stacheldraht an der Küste des Ärmelkanals zu stoppen. Die damalige stärkste Armee der Welt, die Legionen des Imperium Romanum, sind ebenfalls gescheitert! Was kann da die NATO ausrichten, die seit Menschengedenken keinen Krieg gewonnen hat?

Das Römische Reich ist zentralistisch aufgebaut, ähnlich der Europäischen Union. Das damalige Italien entspricht dem heutigen wirtschaftlich mächtigen Deutschland, der Wasserkopf Rom wird zu Brüssel. Seitdem hat die Technik gewaltige Sprünge vollzogen: Lastwagen, Eisenbahnen und Schiffe. Die Völkerwanderung braucht 500 Jahre, um das Imperium Romanum zu vernichten. 50 Jahre sind mehr als ausreichend, um die EU auszulöschen.

Das Verschwinden der EU wird allen seiner Bewohner Chaos, Verlust der Sicherheit und den meisten Armut bescheren. Auch die Militärallianz wird verschwinden, da die Interessen der Einzelstaaten allzu sehr divergieren und die NATO nicht fähig ist, einen äußeren Feind abzuwehren. Schon heute ist kein EU-Europäer bereit, sein Leben mit der Freiheit der Ukrainer, der Polen oder der Balten einzutauschen.

Selbst der Großteil der Ukrainer, der Polen oder der Balten weigert sich, für ihre eigene Freiheit zu kämpfen. EU und NATO werden durch die Völkerwanderung niedergerissen, die Einzelstaaten bleiben mit gewissen heute noch nicht bekannten Modifikationen bestehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die griechische Drachme das Zahlungsmittel der Mittelmeeranrainer wird (bleibt?).

Die Zukunft ist somit gar nicht düster, wenn man sie gewähren lässt und ihren Eintritt nicht durch sinnlose Maßnahmen verzögert. Verhindern lässt sich die Zukunft nicht.

Was können wir schon heute tun?

Zunächst müssen wir erkennen, dass es sinnlos und kontraproduktiv ist, die Menschen, die zu uns kommen, in Einwanderer, Flüchtlinge, berechtigte Asylanten und unter weiteren Fantasienamen zu unterteilen. Die wenigen, die wir an die Einreise nach Europa hindern können, werden hunderttausendfach in kurzer Zeit erneut Mauern und Stacheldraht überwinden. Bei der Mittelmeer-Barriere zeigen sich die Europäer schon heute gelehrig. Bereits jetzt haben die Briten die Schlacht um Calais gegen die Massen der Waffenlosen verloren.

Auch ist es gleichgültig, ob wir die Menschen in Afrika vorsortieren oder nicht. Diejenigen, die wir nicht sofort hereinlassen, werden erneut versuchen die Hindernisse zu überwinden und werden nicht dort anklopfen, wo europäische Beamte die Grenzlücken nach Europa hüten. Es ist auch gleichgültig und nutzlos, die Angekommenen nach einem imaginären Schlüssel auf Staaten, Bundesländern, Regionen, Städte und Gemeinden zu verteilen. Wir haben und werden keine Möglichkeiten haben, den Fluss der Völkerwanderung zu leiten oder gar zu stoppen.

Heute profitieren viele Europäer und Deutsche davon, die unleitbaren Flüchtlingsströme zu leiten. Je eher die Politiker gezwungen werden, diesen Missstand zu beseitigen, desto besser.

Es gibt keine individuellen Flüchtlinge, Einwanderer oder Asylberechtigte. Alle sind Teil einer Völkerwanderung, die nicht beherrschbar ist. Wer sich der Völkerwanderung entgegenstellt, wird zertrampelt. Waffen, Zäune, Mauern, Polizisten und Hunde entfalten nur gegen Einzelne eine Wirkung. Noch niemanden ist es gelungen, eine Völkerwanderung zur Umkehr zu bewegen.

Hoffen wir, dass die Wanderer aus Afrika und aus der Arabischen Halbinsel sich noch daran erinnern, wie freundlich wir sie aufgenommen haben, wenn sie in Europa das Sagen haben werden.

PS:

Es ist inhuman und unlogisch, so gut wie keine Roma als bleiberechtigte Flüchtlinge anzuerkennen, mit dem miesen Trick, ihre Herkunftsländer als „sicher" zu bezeichnen. Die meist christlichen Roma werden in ihrer Heimat verfolgt und benachteiligt, weil sie Roma sind. Aus demselben Grund wurden sie von den Nazis in KZs gesperrt und ermordet. Sie sollen wie die Juden, die in Deutschland ein ähnliches Schicksal erlitten haben, als Kontingentflüchtlinge anerkannt und aufgenommen werden.

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