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24/12/2013 04:14 CET | Aktualisiert 23/02/2014 06:12 CET

Hilfe für HIV-infizierte Schwangere

Nie ist das Interesse an gemeinnützigen Organisationen und sozialem Unternehmertum so groß wie in der Vorweihnachtszeit. Die Web-Plattform betterplace.org und die Huffington Post stellen in den nächsten Wochen daher besonders spannende Projekte vor - im Rahmen der „betterplace Fundraising Challenge"

Hier stellt der Maweni e.V. sein Projekt, "Hilfe für HIV-infizierte Schwangere in Kenia", vor.

Wie würden Sie Ihr Projekt in einer kurzen Zeitungsschlagzeile zusammenfassen?

HIV-infizierte Schwangere in Kenia: Gesunde Kinder trotz Infektion.

hiv mütter

Was wollen Sie mit Ihrem Projekt erreichen bzw. haben Sie schon erreicht?

Wir unterstützen das Programm zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung von HIV im Gesundheitszentrum Tunyai (Kenia). Dort wurden inzwischen 12 Kinder geboren (es gibt eine kleine Entbindungsstation). Drei Schwangere sind zur Zeit weiter in Behandlung. Zur Nachsorge: Routinemäßig bleiben alle Mütter - sie sind ja HIV-positiv - Patienten im HIV-Programm, erhalten die medizinische Versorgung und monatlich Nahrungsmittelhilfen bis zum Ende der Mutter-Kind-Therapie (18 Monate nach der Geburt), falls sie unterernährt sind, auch länger. Kinder, die HIV-negativ geboren sind (und das sind 98 %), sind ab dem Alter von 18 Monaten nicht mehr im Programm.

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Wie sind Sie auf die Idee für das Projekt gekommen?

Nachdem Maweni e.V. sich am Bau eines Waisenhauses in Ukunda (Kenia) beteiligt hatte, kam die Idee auf, etwas für die Mütter zu tun, damit Kinder erst gar nicht Waisen werden oder infiziert werden. Viele der Waisen sind nämlich AIDS-Waisen. Auch können sich häufig keine Verwandten mehr die Kinder kümmern. In Zusammenarbeit mit unserem Partner, dem DREAM-Programm der Gemeinschaft Sant' Egidio, das in Kenia bereits erfolgreich arbeitete, wurde dann die Unterstützung für die Mutter-Kind-Therapie ausgewählt.

hiv kenia

Was war Ihr bislang größter Erfolg in der Arbeit mit Ihrem Projekt?

Bisher konnten zwölf Kinder im Projekt geboren werden, ihre Mütter konnten erfolgreich behandelt werden. Ein besseres Leben mit HIV für die Mütter und ein gesundes Leben für die Kinder zu ermöglichen, ist für uns der größte Erfolg, da er zeigt, das HIV auch in Afrika therapierbar ist, wenn die angemessene Therapie nach medizinischem Standard auch für alle Bedürftigen verfügbar gemacht wird. Wir können so unseren Teil dazu beitragen, das der Traum von einem Afrika ohne HIV kein Traum bleiben muss.

Wie wird das Internet Ihr Spendensammeln in den nächsten Jahren verändern?

Wir erhoffen uns eine Erweiterung der Zielgruppen und vor allem die Senkung der Hemmschwelle zum Spenden durch die Möglichkeit der Online-Spende. Weitere Möglichkeiten sind die bessere Ansprache der Spender durch die Präsentation der Projekte auf dem Spenderportal (Meldungen und Blogs). Die sozialen Netzwerke werden zum Spendensammeln eine große Rolle spielen, z.B. über Aufrufe in facebook-Gruppen oder bei google+. In einem gewissen Umfang könnte auch Crowdfunding (anders bei betterplace mit einer garantierten Rückzahlung des Spendenbetrages bei nicht Erreichung des Spendenziels, Beispiel: www.visionbakery.com) eine Rolle spielen.

Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit das Projekt direkt zu unterstützen finden Sie hier:

Fotos: Maweni e.V.