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10/03/2016 09:48 CET | Aktualisiert 11/03/2017 06:12 CET

Rezension zu "Aroma des Todes" von Jacob Nomus

BASTEI Entertainment

"Aroma des Todes" von Jacob Nomus

Zum Inhalt: Östersund in Schweden. Die junge Künstlerin Sylvia Bönnemark findet vor ihrer Haustür ein seltsames Buch - und kann kaum glauben, was sie darin liest: In allen schrecklichen Einzelheiten wird beschrieben, wie Sylvia ihren Freund Mats ermordet, von dem seit Wochen jede Spur fehlt. Autor des Buches ist - sie selbst! Doch Sylvia kann sich weder an den Mord erinnern, noch daran, das Buch geschrieben zu haben. Als Mats verschwunden bleibt, will Sylvia gemeinsam mit ihrer Freundin herausfinden, was es mit dem Buch auf sich hat. Spielt hier jemand bloß ein böses Spiel mit ihr oder hat sie Mats tatsächlich ermordet und ihr Gedächtnis verloren? Oder handelt es sich bei dem Buch gar um eine Prophezeiung? Sylvias Suche führt sie zurück in die eigene Kindheit - nichtsahnend, dass der Verfasser des Buches genau das beabsichtigt hat ... Meine Meinung: Seit Ewigkeiten habe ich nicht mehr so einen spannenden und realistischen Thriller gelesen! Bereits bei den ersten Seiten tauchte ein verschwommenes Bild aus meinem Gedächtnis an die Oberfläche und plötzlich sah ich sie: Gregory Peck und Ingrid Bergman in Ich kämpfe um dich und da wurde mir klar, was mich so sehr fesselte. Dieses Buch ist einem Hitchcock Film ebenbürtig! Alles passiert sehr schnell. Viele Details formen Ahnungen und Vermutungen. Wem kann ich trauen? Schnell wendet sich wieder das Blatt. Ich verfolge die Ereignisse und scharre dabei aufgeregt mit den Hufen. Mein Herz klopft laut. Das kann doch nicht sein oder doch? Wirklich! Das hatte ich auch kurz gedacht. Aber das da ist schon wieder ganz anders. Ich bin erschrocken, wütend, traurig, entsetzt und fiebere dem Ende entgegen. Emotionen in allen Variationen! Ein absolut perfektes Leseerlebnis! Bemerkenswert ist die wunderbare Sprache, die mich durch die Handlungen trägt. Bewundernswert ist das Gelingen mit wenigen Personen und Schauplätzen eine so vielseitige Geschichte zu erzählen. Höchst lobenswert ist das Eintauchen in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele, was durch hervorragende psychiatrische Kenntnisse absolut glaubwürdig klingt! Am besten gefällt mir, dass dieses hier echter, lebensnaher Horror ist! Allerdings muss ich auch zugeben, dass mich dieser Horror seit dem Lesen vor einigen Tagen immer noch verfolgt. So schnell werde ich das Grauen nicht los. Das ist schon beängstigend. "Aroma des Todes" von Jacob Nomus 2016-03-08-1457448469-9266681-aroma_des_todes.jpg Thriller Seiten: 125 Verlag: Bastei Lübbe ISBN eBook: 978-3-73-251984-2 Auch auf HuffPost:

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